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21. September 2012

"Wir müssen noch an einigen Dingen arbeiten"

Endlich ist sie wieder vorbei – die Zeit ohne Basketball. Die neu formierten MLP Academics Heidelberg beendeten am Donnerstagabend ihre Vorbereitungsphase mit einer Partie gegen einen derart namhaften Gegner, der auch in der Beko BBL zweifelsfrei eine gute Rolle spielen würde. Der Gewinner der israelischen National League Hapoel Tel Aviv war zu Gast im OSP! Ein Aufeinandertreffen, das dem des letzten Jahres gegen Meister und Pokalsieger Brose Baskets Bamberg in keiner Weise nachstehen sollte. Mit dem neuen Saisonheft, einer Spieleinlage der MLP USC BasCats und Cheerleadern war auch wieder einiges geboten. Nur sportlich hat es noch nicht so gut geklappt. Das Endergebnis von 68:87 kam noch relativ glimpflich zu Stande.

Los geht’s…

Den ersten Korb erzielte der Halbschwede Jonathan Skjoldebrand. Unter großem Applaus traf Taylor Rohde den ersten Korbleger für die Academics in der 2. Minute. Bereits in der Anfangsphase war zu erkennen, dass die Heidelberger noch zu nervös waren, um mit den Israelis mitzuhalten. In der 7. Minute machte Oliver Komarek seine ersten Punkte per Sprungwurf zum 8:14. Paul Zipser war es, der in der 10. Minute auf 18:20 verkürzte. Es waren oft nur kleine Dinge wie Korbleger oder Power Moves, die den Kurpfälzern nicht gelingen wollten. Nachdem die Gäste in den ersten Minuten des zweiten Viertels wieder ein wenig davongezogen waren, schraubte Clint Sargent den Vorsprung mit fünf Punkten seinerseits auf sechs Zähler zurück. Nach Anspiel von Zipser gelang Kai Barth in der 15. Minute ein Alley-Oop-Korbleger. Toure Murray erzielte per Jumper das 44:34 für Hapoel. Spektakulär blockte Paul Zipser in der 20. Minute einen Korbleger von Dementez Stitt. Mit 37:47 gingen die beiden Mannschaften in die Kabinen.

Die zweite Hälfte

Hochkonzentriert und voll motiviert gingen die Israelis in das dritte Viertel. Ohne die beiden leider weiter verletzten Spieler Dixon und White waren die Academics jetzt einfach in ihrer Grenze angekommen. Tel Aviv spielte hochklassig – Heidelberg hatte dem nicht viel entgegenzusetzen und leistete sich einige unnötige Ballverluste. „Das dritte Viertel war eine Katastrophe. Wir werden keinen stärkeren Gegner in der Pro A finden, aber zu verbessern gibt es genug.“, sagte Cheftrainer Tony Garbelotto nach Ende der Partie. Einen absolut sehenswerten Circus Shot traf wiederum Skjoldebrand zum 44:75 (32.).

Im vierten Viertel schalteten die Mannen aus Tel Aviv etwas zurück und für Heidelberg lief es runder. Trotz allem – von ihrer Schokoladenseite haben sich die ‚Accies‘ ihren Fans nur phasenweise gezeigt. Bis zum Saisonstart am 30. September gegen Essen hat das Trainerteam um Coach Tony Garbelotto noch einige Dinge auf der Agenda. Es geht um das Reboundverhalten und das Zusammenspiel, das bisweilen noch nicht optimal funktionierte.

Positiv ist, dass man sich in der Liga nicht mit einem derartigen starkem Team messen werden muss. Das Event war gut besucht und irgendwie hat jeder wieder ein bisschen Basketballluft schnuppern können. Und das ist das wichtigste nach einer langen Sommerpause.

MLP Academics Heidelberg – Hapoel Tel Aviv: 68:87 (18:20, 19:27, 5:24, 26:16)

Heidelberg: Rohde 16, Zipser 15, Komarek 10, Heindel 9, Sargent 8, Barth 6, Kuhn 4, von Fintel – Dixon, White, Okundaye.

Tel Aviv: Allen 13, Stitt 12, Kelly 11, Murray 10, Eytan 9, Timor 9, Skjoldebrand 8, Nir 4, Noar 4, Shiran 4, Geffen 3, Rietti.

Robin Herbert