5. Januar 2014

Vier Minuten reichen Göttingen zum Sieg

Die MLP Academics Heidelberg mussten die zweite Heimniederlage einstecken. Gegen den Liga-Primus BG Göttingen hielten die Academics lange mit, letztendlich stand aber vor 1112 Zuschauern eine 79:90-Niederlage auf der Tafel.

Guter Academics-Start

Die Academics erwischten einen guten Start. Zwar markierte Harper Kamp die ersten Punkte für Göttingen, danach aber nahm Heidelberg das Heft in die Hand. Nico Adamczak per Bonusfreiwurf und Shy Ely vom Perimeter sorgten für eine 6:2-Führung. Zwar blieben die Gäste in Reichweite, doch die Academics schafften es im Angriffsspiel immer wieder die richtigen Lücken zu finden, einfache Punkte per Korbleger (Jost und Barth) waren die Folge. So blieb die Führung auch weiterhin auf Seiten der Academics (17:13). Nachdem Heindel und Barth erneut mit Brett erfolgreich waren, standen gar sechs Punkte Vorsprung zu Buche (21:15). Allerdings konnte Alex Rouff für Göttingen mit dem letzten Angriff der ersten zehn Minuten verkürzen (21:18).

Göttingen reißt Führung an sich

Im zweiten Viertel bekamen die Gäste mehr Zugriff auf die Academics, die nun in der Offensive mehr für ihre Punkte arbeiten mussten. Bei der BG hatte Dominik Spohr einen kleinen Lauf, er setzte fünf Punkte in Folge ins Ziel und brachte sein Team mit 21:23 in Front. Göttingen kontrollierte das Spiel nun besser und zwang die Academics zu einigen schwierigen Würfen, aber auch die Drei-Punkte-Würfe fielen nicht (1/10). So setzte sich die BG beim 24:32 etwas deutlicher ab. Doch die Academics fanden ihre Linie in der Defensive wieder etwas besser und ließen den Gegner nicht weiter davonziehen. Kurz vor der Pause brachten Nico Adamczak und Jay Threatt Heidelberg wieder an die BG heran (37:40), Aber Kamp und Jermaine Mallet antworteten postwendend (37:44). Die letzten Punkte der ersten Hälfte blieben Michael Jost vorbehalten, mit 39:44 ging es in die Pause.
Wie schon im Hinspiel zeigte Harper Kamp mit 16 Punkten in Halbzeit 1 seine Qualitäten.

Heidelberg dreht den Spieß um

Die Situation blieb auch zu Beginn des 3. Viertels zunächst unverändert. Ähnlich zum ersten Viertel punktete Kamp als Erster, ihm folgte Adamczak mit einem Bonusfreiwurf (42:46). Göttingen konnte aber nach einer kurzen Academics-Schwächephase auf zwölf Punkt enteilen (44:56). Jay Threatt führte sein Team jedoch Stück für Stück wieder an die BG heran. Drei erfolgreichen Freiwürfen ließ er einen Dreier folgen und schon war Heidelberg wieder dran (56:58). Zwar stoppte Godbold den Lauf der Academics vom Perimeter, aber Ely zog im Gegenangriff nach (59:61). Die Partie war nun aufgeladen und höchst intensiv, für die tolle Kulisse im OSP mittlerweile ein Spektakel. Und für die Heidelberger Fans sollte es ziemlich bald noch mehr Grund zum jubeln geben. Nico Adamczak ließ den Rückstand von der Linie auf einen Punkt schmelzen, musste dann aber verletzt ausgewechselt werden. Unterdessen egalisierte Janis Heindel per Dreier den Göttinger Vorsprung und Threatt katapultierte mit dem Buzzer die Heidelberger Fans aus den Sitzen – 67:65 für Heidelberg hieß es vor dem Schlussabschnitt.

19 Punkte am Stück sorgen für Entscheidung

Doch die Freude währte nur kurz. Rouff setzte zu Beginn des Schlussabschnittes einen Dreier ins Ziel. Zu allem Überfluss wurde ein technisches Foul gegen die Heidelberger Bank gepfiffen. Daraus machten die Gäste weitere fünf Punkte und wieder mussten die Academics hinterherrennen (67:75). Auch durch eine Auszeit konnte der Göttinger Run nicht gestoppt werden. Im Gegenteil: Rouff erneut von der Linie, Godbold für zwei , Mallet nach Offensiv-Rebound und Spohr per Tip-In – 19 Punkte in Folge für Göttingen innerhalb von etwas mehr als vier Minuten. Damit war eine Vorentscheidung gefallen (67:84). Drei Minuten vor dem Ende betrug der Rückstand der Academcis 14 Punkte (72:86). Trotz aller Bemühungen konnten die Academics gegen souverän aufspielende Göttinger nichts mehr entgegensetzen und verloren am Ende mit 79:90.
Coach Tony Garbelotto konstatierte nach dem Spiel: „Mit all den Problemen, mit denen wir zu kämpfen hatten, Adacmzak verletzt und zwei Spieler mit vier Fouls, konnten wir am Ende die Göttinger nicht mehr stoppen. Sie sind das beste Team der Liga.“

Stats

MLP HD: Ely 21 Punkte, Threatt 24, Barth 6, Heindel 5, Jost 7, Haag, White 2, Schmitz, Adamczak 14
BGG: Liyanage, Grimaldi, Ruoff 18, Spohr 13, Mallet 8, Godbold 20, Kamp 27, Raffington, Donkor 1, Dunbar 3, Sprung

 Heidelberg  Göttingen
 Points Threatt 24   Kamp 27
 Assists Ely, Threatt Je 3   Ruoff 6
 Rebounds Ely 6 (1/5)   Spohr, Mallet, Godbold Je 6
Blocked Shots White 1 Godbold 1
Turnover 15 23
Größter Vorsprung 6   17
Längster Lauf 10-0 19-0

Erik Scharf