5. Dezember 2012

Unter Zugzwang

Die MLP Academics Heidelberg sind gut in Vechta angekommen. Das Spiel gegen RASTA findet zwar erst am Donnerstag um 20 Uhr statt, aber die Niedersachsen hatten den Academics die Möglichkeit gegeben, in ihrer Halle zu trainieren. „Von daher war es relativ logisch, dass wir schon einen Tag früher fahren. Sie können frei über ihre Halle verfügen und dass sie uns zahlreiche Trainingszeiten angeboten haben, war der ausschlaggebende Punkt.“, sagt Manager Matthias Lautenschläger, der am Mittwochmorgen im Mannschaftsbus die Stadt am Neckar um zehn Uhr verlassen hat. Auf dem Programm steht also eine intensive Einheit heute Abend, ein Besuch beim Italiener zum Pasta essen und eine ordentliche Mütze Schlaf. Nach dem Frühstück am Donnerstag gibt es ein „Shootaround“ im RASTA-Dome und Mittagessen. Bis zum Jumpball wird man sich ein wenig in der 32.000-Einwohner-Stadt umschauen.

Zipser noch nicht fit

Tristan Blackwood, Taylor Rohde, Devin White und Kai Barth (von links) sind in Vechta gefordert (Bild: Herbert).

Ferner wird es noch eine Videoanalyse geben. Am Montag fand kein Training statt und dementsprechend wird das Team lediglich den Dienstag und den Mittwochabend in Vechta als Vorbereitungszeit gehabt haben. Doch das ist nicht das einzige, was nicht ganz positiv verlaufen ist: Neben Oliver Komarek, der wegen seines Bänderrisses nicht spielen kann und aus beruflichen Gründen zu Hause bleiben musste, wird auch Paul Zipser nicht in das Geschehen eingreifen können. Das ist besonders ärgerlich, schließlich war die medizinische Abteilung am Sonntag noch zuversichtlich, dass es mit dem Comeback klappen könnte. „Er hatte wieder vermehrt Schmerzen und es macht keinen Sinn, ihn trotzdem auf das Spielfeld zu lassen.“, sagt Lautenschläger. Die magische Zahl heißt also wieder nur „acht“: Barth, Heindel, Kuhn, von Fintel, White, Sargent, Rohde, Blackwood. Mehr Spieler sind nicht einsatzfähig. Zipser konnte aber wenigstens mitfahren.

„Wir müssen unbedingt auf Richard Williams (19,1 PPS, 5,6 Reb, 7,6 Ass, 3,0 Stl, 23,6 EFF!!) und Corey Hassan (11,0 PPS) aufpassen. Sie dürfen nicht heißlaufen. Aber auch unter den Brettern hat Vechta mit Mädrich (2,11m), Doerksen (2,02m) und Ferguson (2,06m) richtige Brecher. Auf dem Papier gehört diese Mannschaft zu den besten der Liga.“, erklärt Lautenschläger.

Aus den letzten acht Spielen sprangen für die Rastaner sieben Siege heraus. Inzwischen rangiert der Aufsteiger auf Tabellenplatz vier. US-Chefcoach Pat Elzie und sein Ensemble werden am Nikolausabend ihren Zuschauern mit Sicherheit einen Sieg schenken wollen. Die Academics stehen ohne Zweifel unter Zugzwang – und vor einer verdammt schweren Aufgabe.

SC RASTA Vechta – MLP Academics Heidelberg

Donnerstag, 6. Dezember, 20 Uhr

RASTA-Dome, Pariser Straße 8, 49377 Vechta

TOGETHER WE PLAY!

Robin Herbert