21. September 2020

Sichtbare Fortschritte gegen den Vizemeister

Es war das zweite Testspiel der laufenden Vorbereitungsphase, als sich Shyron Ely, Jordan Geist und Co. auf den Weg nach Ludwigsburg machten. Nach einer guten ersten Halbzeit gingen den Academics langsam aber sicher die Luft aus, weshalb unter dem Strich eine 70-91 Niederlage feststand.

Nach dem Offensivspektakel am vergangenen Mittwoch gegen die PS Karlsruhe Lions war vor allem die Verteidigung der Academics gegen den Vizemeister der easycredit BBL gefragt. Nach drei Spielminuten sah es überhaupt nicht gut aus für die Mannschaft von Branislav Ignjatovic, die mit Sa’eed Nelson, Shyron Ely, Niklas Würzner, Evan McGaughey und Phillipp Heyden startete. Ein schnelles 9-0 brachte Heidelberg jedoch nicht aus dem Konzept. Das Zusammenspiel innerhalb der Mannschaft wurde von Minute zu Minute besser, weshalb der Vorsprung der Ludwigsburger schnell dahin war.

Lichtblick Shyron Ely

Der Lichtblick des gestrigen Abends war derweil Shyron Ely. Nach seiner schweren Verletzung kämpft sich der US-Amerikaner zurück ins Academics-Team und konnte die Mannschaft vor allem zu Beginn sehr gut führen. Eng bewacht vom Verteidiungsspezialisten Yorman Polas Bartolo gelangen Ely immer wieder gute Aktionen mit dem Ball. Beim Stand von 36-37 aus Ludwigsburger Sicht ging es in die zehnminütige Halbzeit.

Das dritte Viertel war wohl das Viertel, mit der höchsten Intensität der Partie. Der Bundesligist aus Württemberg spielte offensiv zielgerichteter und so gelangen der Mannschaft von John Patrick einige gute Aktionen. Die Academics um Neuzugang Jordan Geist hielten jedoch weiterhin gut dagegen und blieben in Schlagdistanz. Erst im letzten Viertel wurde der Klassenunterschied deutlich. Zu viele Ballverluste der Academics wurden immer wieder von Jaleen Smith und Co. bestraft.

Unter dem Strich wurde das letzte Viertel mit 29-15 verloren, was zum klaren Endergebnis führte.

Stats

Shyron Ely war der Topscorer der Academics mit 17 Punkten, gefolgt von Jordan Geist (14) und Sa’eed Nelson (13). Eine der Statistiken des Abends war jedoch die Foulanzahl. Insgesamt wurden 52 Fouls vom Schiedsrichter-Trio gepfiffen, was dem Spielfluss logischerweise nicht gut tat. Es zeigt jedoch auch die Intensität, mit der beide Teams bereits in der Vorbereitung agieren.

Bereits am Mittwoch wartet das nächste Aufeinandertreffen mit einem Bundesligisten. Ab 13:00 Uhr sind die Academics zu Gast in Würzburg.

Text: Yannik Barwig

Foto: Thomas Disqué