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16. Februar 2020

Serie gerissen – Schwache erste Halbzeit wird von Hagen genutzt

Die MLP Academics Heidelberg verlieren am 26. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga mit 68-87 gegen Phoenix Hagen. Das Spiel wurde präsentiert von Baier Digitaldruck.

Es sollte die wohl schwächste Saisonvorstellung der Academics sein. Phoenix Hagen dominierte die Partie gegen die MLP Academics von der ersten Sekunde an und setzte dank einer geschlossenen Teamleistung ein Ausrufezeichen im Kampf um die Playoffs. Es fällt schwer, nur einen Spieler der Westfalen hervorzuheben. Ein besonders starkes Spiel zeigte jedoch der tschechische Big Men Adam Pechacek. Mit 18 Punkten und 10 Rebounds war Pechacek der statistisch beste Spieler in einem kompletten Kollektiv Hagens.

Bei den Academics lief von Beginn an nur wenig zusammen. Zu selten ließ Heidelberg den Ball in den eigenen Reihen laufen. Als dann auch noch die Dreipunktewürfe nicht ihr Ziel fanden, war das Offensivspiel zu schwach, um am heutigen Sonntag gegen Hagen zu gewinnen. Es wirkte phasenweise wie ein statisches Spiel, dass zu leicht durchschaubar war. DaVonté Lacy zeigte mit 18 Punkten eine gewohnt gute Leistung, konnte aber auch nicht den Unterschied ausmachen. Zamal Nixon musste gegen seinen Ex-Verein die zweite Niederlage in der Saison einfahren. Er konnte nach den vergangenen guten Spielen nicht an seine Leistung anknüpfen.

Das große Problem der Academics war von der ersten Sekunde an das Rebounding. In der ersten Halbzeit hatte Hagen mehr Offensivrebounds als die Academics Defensivrebounds. So konnten sich die Westfalen einen gefährlichen Rhythmus erspielen, der mit neun erfolgreichen Dreipunktewürfen endete. Das Reboundingduell ging am Ende mit 22-43 verloren. Dies war auch der Hauptgrund für die deutliche Heimniederlage Heidelbergs.

Im Gesamten bleibt festzuhalten, dass Heidelberg trotz der guten Unterstützung des Publikums mental und körperlich den Overtime-Sieg in Trier nicht vollends verarbeitet hatten. Schon oft hat man im Profisport gesehen, dass nach einem emotionalen Sieg ein schwieriges Folgespiel wartet. Dies haben die Academics heute zu spüren bekommen und auch verdient das Spiel verloren. Positiv zu erwähnen ist jedoch die zweite Halbzeit der Academics. Hier wurde zwar weiterhin kein klasse Basketball gezeigt, jedoch hatte man das Gefühl, dass sich die Mannschaft gegen die Niederlage stemmen wollte. Hagen war jedoch einfach zu souverän und gut aufgelegt, dass ein Comeback möglich gewesen wäre. Mehrmals gelang es Heidelberg, auf 14 Punkte zu verkürzen. Diese Versuche konterte jedoch Hagen eiskalt und sorgte damit dafür, dass Heidelberg nach zuletzt drei Siegen in Folge wieder ein Spiel verloren hat.

Branislav Ignjatovic:

Herzlichen Glückwunsch an Chris und sein Team. Wir waren heute vor allem mental nicht auf der Höhe und haben ein desaströses zweites Viertel gezeigt. Sowas darf uns nicht passieren. Verloren haben wir die Partie vor allem wegen den zugelassenen Offensivrebounds. Sowas pusht eine Mannschaft wie Hagen total. Sie haben dann auch gut getroffen und wir haben die Fastbreaks zugelassen. Wir werden das Spiel jetzt genau analysieren, damit wir am Sonntag gegen Leverkusen wieder gewinnen.

Stats:

Heidelberg: Nixon (9 Punkte, 4 Rebounds, 2 Assists), Würzner (0,2,1), Schmitt (5,0,2), Liyanage (0,0,1), Teichmann (5,0,1), Trtovac (10,6,0), Jelks (3,1,0), Eberhard (12,2,3), Heyden (6,0,0), Lacy (18,5,2)

Hagen: Octeus (8,6,3), Gilmore (5,4,0), Leufroy (17,3,2), Geske (5,4,4), Aminu (11,2,1), Lodders (0,0,1), Spohr (11,1,2), Grof (6,2,4), Pechacek (18,10,1), Baumann (6,7,0)

Text: Yannik Barwig

Foto: Thomas Disqué