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13. Januar 2020

Schwaches zweites Viertel kostet den Sieg in Tübingen

Die MLP Academics Heidelberg unterliegen am 20. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga mit 88-80 gegen die Tigers Tübingen.

Im Duell der beiden Teams, die sich am Rande eine Formkrise befinden, eröffnete sich für die Zuschauer in Tübingen ein attraktives Offensivspiel in den ersten Minuten. Sowohl Tübingen als auch Heidelberg zeigten sich treffsicher, weshalb es nach etwas mehr als vier gespielten Minuten bereits 10-12 aus Tigers-Sicht stand. Besonders DaVonté Lacy zeigte im ersten Viertel, weshalb die Academics auf dem Transfermarkt nochmals tätig geworden sind. Auch dank seiner acht Punkte, gingen die Academics mit einer 22-19 Führung in die erste Viertelpause.

Auffällig im Spiel der Tigers war vor allem Spielmacher Diante Baldwin. Offensiv attackierte der US-Amerikaner immer wieder den Ring und kam zu einfachen Punkten. Gelang dies nicht, passte er den Ball weiter und bediente damit seine Mitspieler. So übernahm Tübingen in der 14. Spielminute die Führung in der Partie (30-28). Zwar nahm Branislav Ignjatovic darauf eine Auszeit, jedoch war Tübingen jetzt in ihrem Rhythmus angelangt. Genau das, was Heidelberg vermeiden musste, um einen Auswärtserfolg einfahren zu können. Immer wieder kam Tübingen zu einfachsten Punkten und spielte sich so einen zweistelligen Vorsprung heraus. Schlussendlich gewannen die Tigers das Viertel mit 34-19 und gingen damit mit einer 53-41 Führung in die Halbzeitpause.

Zwar waren die Academics auch zu Beginn der zweiten Halbzeit fernab von fehlerfrei, jedoch merkte man den Willen in der Mannschaft an. Durch erfolgreiche Dreipunktewürfe von Niklas Würzner und DaVonté Lacy knabberte man am komfortablen Vorsprung der Tigers. In der Defensive stellte Branislav Ignjatovic auf eine Zonenverteidigung um, mit der Tübingen anfangs Probleme hatte, die offenen Stellen zu finden. Gegen Ende des Viertels änderte dies sich jedoch und die Tigers erspielten sich wieder eine komfortable Führung und gingen beim Stand von 72-62 in das letzte Viertel.

Das letzte Viertel musste mit einem Run der Academics starten, wenn man nicht als Verlierer in den Bus steigen wollte. Ähnlich sah das Neuzugang DaVonté Lacy, der mit schnellen sieben Punkten den Rückstand auf nur noch vier Punkte verkürzte (75-71). Die Tigers hatten jedoch erneut eine Antwort parat und brachten den Ball unter den Korb, um die Führung zu halten. Neben Baldwin war besonders Marvin Smith in der Offensive sehr auffällig und bereitete den Academics ein ums andere Mal große Probleme. So war es dann auch Smith, der mit zwei Offensivrebounds in einem Angriff die Heidelberger Resthoffnungen im Keim erstickte.

Branislav Ignjatovic:

Heute ist so etwas wie der Tiefpunkt der bisherigen Saison. Beim Blick auf das Spiel merkt man, dass wir alles im zweiten Viertel verloren haben. Alle anderen drei Viertel konnten wir für uns entscheiden. Offensiv war das heute von uns auch gar nicht so schlecht. Defensiv war es aber vor allem im zweiten Viertel eine ganz schlechte Vorstellung von uns. In der zweiten Halbzeit haben wir dann auf die Zonenverteidigung umgestellt, was uns definitiv geholfen hat. Wir hatten genügend Chancen, zurück ins Spiel zu kommen, haben diese jedoch schlichtweg nicht nutzen können.

Stats:

Heidelberg: Nixon (15 Punkte, 2 Rebounds, 5 Assists), Würzner (15,3,2), Schmitt (2,1,1), Liyanage (0,0,0), Teichmann (0,0,1), Trtovac (2,0,0), Jelks (7,3,1), Eberhard (4,2,1), Heyden (8,6,1), Lacy (29,4,3)

Tübingen: Smith (27,10,3), Strings (5,5,1), Baldwin (17,7,9), Bekteshi (5,2,3), Wolf (16,6,2), Fullwood-Davis (9,3,1), Graham (0,0,0), Nyama (6,4,1), Stammberger (3,0,0)

Text: Yannik Barwig

Foto: Thomas Disqué