Livestream powered by Tickets
13. Januar 2019

Rückschlag in Hanau

Die MLP Academics Heidelberg unterliegen am 18. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga den EBBECKE White Wings Hanau mit 74-64

Hanau zeigte sich vor eigenem Publikum von Beginn an engagiert. Nach der Niederlage gegen Artland wollte man den eigenen Fans eine bessere Leistung bieten. Die MLP Academics Heidelberg spielten jedoch ihrerseits mit vier Siegen in Folgen sehr selbstbewusst. So startete man nach kurzen Startschwierigkeiten mit einem 13-7 Run, der von der ersten Auszeit Hanaus unterbrochen wurde. Daraufhin fanden die White Wings besser in der Partie. Immer wieder ließ man den Ball gut laufen und kam zu freien Abschlüssen. Trotzdem gelang es aber den Academics, den Vorsprung zu verteidigen.

Beim Stand von 14-21 startete das zweite Viertel, in das Hanau einen guten Start fand. Einfach zugelassene Körbe ließen den Vorsprung verringern, worauf Branislav Ignjatovic eine Auszeit nahm. Lautstark ließ er seinem Unmut freien Lauf. Heidelberg versuchte nun, Kapitän Phillipp Heyden in die Partie zu bringen, der unter dem Korb seine Dominanz ausspielte. Die White Wings blieben aber stets in Reichweite in einer sehr hektischen und unstrukturierten Partie. Angeführt von 11 Punkten Phillipp Heydens blieben die MLP Academics Heidelberg jedoch bis zur Halbzeit mit 36-28 in Führung.

Das dritte Viertel sollte für beide Mannschaften von hoher Bedeutung sein. Die White Wings wollten ohne einen Rückstand ins letzte Viertel gehen, während die Academics den Vorsprung erhöhen wollten. Da die Heidelberger von außen bisher nicht so gut trafen, attackierte man mehr und mehr den Korb und versuchte so, zu leichten Punkten zu gelangen. Den Vorsprung dann das erste Mal zweistellig machte dann jedoch Niklas Würzner mit einem erfolgreichen Dreipunktewurf. In diesem Abschnitt des Spiels war aber vor allem die unorthodoxe Spielweise der Hanauer auffällig. Wenig Teamgedanke und viele Einzelaktionen schadeten den Hessen sehr. Jedoch kam Hanauer nun zu einem Lauf ihrerseits und brachte die Heidelberger total aus dem Konzept. Bis zum Viertelende verkürzten sie den Rückstand auf 45-49.

8 Minuten vor dem Ende scorte Hanau dann erneut und ging das erste Mal seit den Anfangsminuten der Partie in Führung. Es bahnte sich ein Freitagabend-Krimi in Hanau an. Einläuten sollte diesen Kapitän Phillipp Heyden mit einem Block, der jedoch von guten Defensivaktionen der White Wings gekontert werden konnte. Vier Minuten vor Ende war die Partie weiterhin auf Messers Schneide. Niklas Würzner musste nun auch mit 5 Fouls die Partie verlassen. Hanau nutze die Gunst der Stunde und zog auf drei Punkte davon. Als dann auch noch Dorian Pinson einen And-One verwandelte sah es nicht mehr gut für die Heidelberger aus. Shyron Ely versuchte noch zu retten was es zu retten gab, jedoch fehlte am heutigen Abend auch einfach das Wurfglück.

Im Endeffekt gewinnen die EBBECKE White Wings nicht unverdient, da es den Heidelbergern in der zweiten Halbzeit nicht gelang, in der Verteidigung konstant zu agieren. Vor allem 29 Punkte im letzten Viertel waren viel zu viel die man zugelassen hat.

 

Für Heidelberg spielten: Würzner (3 Punkte, 2 Rebounds, 1 Assists), Smith (12,7,5), Schmitt (0,1,6), Ely (16,5,4), Liyanage (3,4,0), Brunnenkant (0,0,0), Ney (3,3,0), Schöpe (0,0,0), Heyden (19,3,1), Aichele (0,0,0), Oppland (8,7,1)

Für Hanau spielten: Talley (19,0,1), Eichler (4,1,1), Bauer (0,0,0), Pinson (21,12,3), Woods (2,2,0), Choice (11,7,5), Angerer (16,4,4), Crawford (0,0,0), Bradley (0,0,0), Nicolay (0,0,0), Diouf (1,7,0)

 

Stimme zum Spiel:

Branislav Ignjatovic:

Erstmal muss ich Simon und sein Team gratulieren. Sie haben eine schwierige Saison hinter sich, kämpfen aber jedes Spiel. Wir haben uns viel vorgenommen, konnten aber unseren Lauf nicht fortsetzen. Die erste Halbzeit war defensiv noch gut, da war ich zufrieden. In der zweiten Halbzeit war ist es mit den Foulproblemen von Niki Würzner schwierig, da sind wir auf dem Zahnfleisch gelaufen ohne Eric Palm. Wir haben Hanau nicht unterschätzt, jedoch hat Hanau in der zweiten Halbzeit viel mehr investiert und damit auch verdient gewonnen. Wir werden das Spiel ganz genau aufarbeiten und werden nächste Woche wieder eine bessere Leistung abrufen. Shyron Ely war unter der Woche erkältet, vielleicht hat ihn das heute etwas gehemmt. Es ist aber keine Ausrede, wir hätten auch so das Spiel gewinnen können.

Foto: Thomas Disqué

Text: Yannik Barwig