2. August 2022

Professionalisierung des Nachwuchsprogramms

Bei den MLP Academics Heidelberg sind die Kaderplanungen für die kommende Saison weit fortgeschritten. Doch stand in den vergangenen Monaten nicht nur die Zusammensetzung des neuen BBL-Teams im Mittelpunkt. Auch wurden die Strukturen im männlichen Jugendbereich des USC Heidelberg auf verschiedenen Ebenen ausgebaut.

Der gesamte Klub hat sich zum Ziel gesetzt, das Nachwuchsprogramm zu professionalisieren und Strukturen zu schaffen, die es ermöglichen, ein Konzept zu entwickeln und dieses über die kommenden Jahre nach und nach umzusetzen. Berater Alex Vogel hat daran in den vergangenen Monaten gearbeitet. Er erklärt: „Der Verein und die Region haben ein großes Potential im Nachwuchsbereich. Dieses Potential wollen wir nun in den kommenden Jahren deutlich besser ausschöpfen. Des Weiteren soll die Kommunikation und Verbindung zwischen BBL-Team und Nachwuchsprogramm klar verbessert werden. Hier haben wir angesetzt und können nun schon erste wichtige Ergebnisse vorweisen.“

Das Nachwuchsprogramm des USC Heidelberg ist in der kommenden Saison mit drei Vollzeitstellen, einer Teilzeitstelle sowie einer Minijobstelle besetzt. Bis zur vergangenen Saison gab es lediglich einen hauptamtlichen Trainer. Die personelle Entwicklung bildet einen ersten wichtigen Schritt und ist notwendige Basis für ein Konzept, das über die kommenden Jahre weiterentwickelt und umgesetzt werden soll.

Liridon Kqiku wird Sportlicher Leiter

„Ziel ist es, Bedingungen für Spieler aus der Region zu kreieren, in denen sie sich optimal entwickeln können.“ – Liridon Kqiku

Erstmals konnte die Stelle eines Sportlichen Leiters für das gesamte Nachwuchsprogramm besetzt werden. Liridon Kqiku wird für mindestens die kommenden zwei Jahre die gesamte Jugendarbeit koordinieren. Liridon ist seit einiger Zeit im Klub und verfügt über eine langjährige Erfahrung als Trainer auf Vereins- und Landesebene. Zeitgleich wird der neue Sportliche Leiter Trainer des JBBL-Teams (U16 Bundesliga). Dieses Team wurde zuvor von Alexander Schönhals betreut. Der sehr verdiente Jugendtrainer verantwortet ab der kommenden Saison nun den Minibereich, um Kindern und Jugendlichen bereits sehr früh die richtigen Grundlagen zu vermitteln.

Liridon schaut voller Tatendrang in die Zukunft und beschreibt sein Aufgabenfeld wie folgt: „In erster Linie geht es darum, die Trainingsbedingungen für unsere Spieler zu professionalisieren und Wettkampfsituationen auf höchstem Niveau zu schaffen. Das beginnt bereits im Minibereich. Dort müssen die besten Trainer eingesetzt werden. Je früher gute Gewohnheiten bei den Spielern geschaffen werden, desto besser und schneller entwickeln sie sich in im späteren Verlauf. Unterstützt wird Alex dabei von Pascal Steinle, den wir als Headcoach der U12 gewinnen konnten.

Liridon sagt weiter: „Ziel ist es, Bedingungen für Spieler aus der Region zu kreieren, in denen sie sich optimal entwickeln können. Der Erfolg der Mannschaften in allen Altersbereichen ist dabei erstmal zweitrangig! Ich bin davon überzeugt, dass wir als Programm nur dann langfristig erfolgreich werden, wenn wir jeden Spieler dabei unterstützen, sein volles Potenzial auszuschöpfen. Dazu gehört insbesondere der Übergangsbereich der Jugend in den Seniorenbereich. Hier wollen wir nachhaltiger werden und Spieler gezielter in den Seniorenbereich führen. Mein persönliches Ziel ist es, Heidelberg im deutschen Jugendbasketball wieder zu einem der Top-Standorte zu entwickeln.“

Phillipp Heyden wird Regionalliga-Trainer

Phillipp Heyden wird Regionalliga- Trainer

Ebenfalls kann der Klub eine Neuerung vermelden, die wohl alle Heidelberger Basketball-Fans freuen wird: Phillipp Heyden bleibt dem USC Heidelberg erhalten und schließt sich in Vollzeit dem Nachwuchsprogramm an. Phillipp wird ab sofort das Regionalliga-Team als Headcoach übernehmen. Auch agiert er im NBBL-Team (U19 Bundesliga), gecoacht von Miguel Angel Díez Téllez, als Assistenz-Trainer und wird sich im Minibereich einbringen. Zudem soll Phillipp eine Art Schnittstelle zwischen Nachwuchsprogramm und BBL-Team bilden.

Phillipp sagt: „Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe. Mein Ziel wird es sein, die Brücke zwischen Nachwuchs und Profibereich zu bilden. Ich möchte meine Erfahrung aus den vergangenen 16 Jahren nun an jüngere Spieler weitergeben. Ich bin den gleichen Weg gegangen, weiß also, auf was es ankommt. Es ist kein einfacher Weg, aber ein Weg, der mit der richtigen Anleitung und Unterstützung zu packen ist. Ich bin ebenfalls sehr gespannt auf meine Aufgabe im Minibereich. Hier möchte ich in Schulen schon frühzeitig Kinder von der Sportart Basketball begeistern und sie zu unserem Verein bringen. Ebenfalls freue ich mich auf die Zusammenarbeit mit Miguel, die mir sicher sehr weiterhelfen wird. Als ehemaliger Profi werden wir uns in dieser Kombination sicher gut ergänzen.“

Alex Vogel: „Es müssen weitere Schritte folgen“

Das BBL-Team um Trainer Joonas Iisalo trägt diesen eingeschlagenen Weg vollends mit. Spieler aus dem Nachwuchsprogramm des USC Heidelberg werden kontinuierlich und mit einem individuellen Plan in den Trainingsbetrieb der Bundesliga-Mannschaft integriert. Die Kommunikation untereinander soll bedeutend ausgebaut werden. Zudem ist es allen Jugendtrainern möglich, die Trainingseinheiten des BBL-Teams zu besuchen.

Alex Vogel freut sich über die vollzogenen Schritte: „Es war wichtig, ein Bewusstsein im Verein zu schaffen, dass Jugendarbeit eine große Bedeutung für den gesamten Klub hat. Wir müssen zusammen und nicht nebeneinanderarbeiten. Dafür sind wir mit Hilfe zahlreicher Beteiligter erste sehr gute Schritte gegangen. Besonders bedanken möchte ich mich bei Thomas Riedel (Vorstand USC e.V. & in verantwortlicher Position bei den Academics), der uns alle mit großem Einsatz unterstützt hat. Wir sind sehr zufrieden, wie wir im Nachwuchsprogramm für die kommende Saison aufgestellt sind. Liridon hat viel Erfahrung und wird unser Jugendkonzept ausbauen. Phillipp im Verein zu halten, war sehr wichtig. Er ist eine Identifikationsfigur des Heidelberger Basketballs und bereits mit großer Motivation gestartet. Miguel hat in seiner ersten Saison einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Alex Schönhals ist sowieso einer der besten Jugendtrainer in Deutschland. Wichtig ist jedoch, dass diese Neuausrichtung ein Prozess ist, der Zeit und jede Menge Engagement benötigt. Viele weitere Schritte müssen folgen.“