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31. Oktober 2019

Prestigeduell gegen Gladiators

Nach Chemnitz ist vor Trier. Lange Zeit zum Erholen haben die MLP Academics nach der 90-78 Niederlage gegen die NINERS Chemnitz nicht. Das Heimspiel gegen die RÖMERSTROM Gladiators am 9. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ist das zweite Spiel einer Doppelspielwoche.

Die Lehren aus Chemnitz

Die Niederlage in Chemnitz hatte mehrere Gründe. Nach einem guten Start in die Partie, erhöhten die NINERS die Intensität in der Verteidigung. Dass die MLP Academics dann bis zur Halbzeit 10 Ballverluste auf dem Statistikzettel hatten, war bereits die Vorentscheidung der Partie. Dem hieraus entstandenen 10-Punkte Rückstand liefen die Academics die zweiten 20 Minuten dauerhaft hinterher. Zwar bekam man mehrmals das Gefühl, dass ein Comeback im Bereich des Möglichen war, jedoch konterte Chemnitz stets das Heidelberger Aufbäumen durch einfach erlaubte Punkte.

Headcoach Branislav Ignjatovic zeigte sich derweil nicht zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. “Chemnitz hat verdient gewonnen, aber wir haben es ihnen auch oft viel zu einfach gemacht”, sagte der Serbe auf der Pressekonferenz. Nicht helfen konnte ausnahmsweise Shyron Ely. Harte Verteidigung hielt Ely bei lediglich 7 Punkten. Dafür legten Armin Trtovac und Niklas Würzner sehr gute Leistungen aufs Parkett. Beide ließen sich von den 3400 Zuschauern in Chemnitz nicht aus der Ruhe bringen und hielten die Academics über lange Zeit im Spiel.

Gloger und Geist – Ein dynamisches Duo

Vor dieser Spielzeit hat sich in Trier auf dem Transfermarkt nur punktuell etwas getan. Während der Abgang von Johannes Joos (wechselte zu Schalke 04) von den bisherigen Akteuren aufgefangen wird, wurde auf der Guard Position mit Jordan Geist ein sehr starker Spieler für die 2. BARMER Basketball Bundesliga verpflichtet. Die vergangenen vier Spielzeiten war Geist in der NCAA für Missouri ein absoluter Leistungsträger. Im letzten Jahr seiner College-Karriere hat Geist mit beinahe 15 Punkten pro Spiel auf sich aufmerksam gemacht.

Ein bekanntes Gesicht im Kader der Gladiators ist Till Gloger. Der 26-jährige Center ist das zweite Jahr in Trier aktiv und zeigte im vergangenen Jahr phasenweise seine Qualitäten. In dieser Saison schenkt ihm Headcoach Christan Held mehr Vertrauen. Mit 16 Punkten und 5,5 Rebounds pro Spiel ist Gloger einer der auffälligsten Spieler der ganzen Liga. Lediglich seine nur knapp über 60 Prozent liegende Freiwurfquote dürfte die Trierer Fans nicht begeistern.

Bekannte Gesichter im Kader der Gladiators sind unter anderem Jermaine Bucknor, Simon Schmitz und Kyle Dranginis. Diese Spieler sind essentiell wichtig für den Erfolg des letztjährigen Viertelfinalteilnehmer (0-3 Niederlage gegen Nürnberg Falcons). Sie sorgen für die Stabilität im Spiel und ermöglichen Jordan Geist und Till Gloger wichtige Freiräume.

Ein Saisonstart der gemischten Gefühle

Ob die Gladiators mit ihrem Saisonstart gänzlich zufrieden sind, ist zu bezweifeln. Zu inkonstant hat die Mannschaft bisher in dieser Saison agiert. Besonders der Heimsieg gegen die NINERS Chemnitz hat aber das Potenzial in der Mannschaft von Christian Held gezeigt. Dort dominierten die Gladiators teilweise die Partie und konnten am Ende, wenn er knapp, verdient den Aufstiegsaspiranten in die Knie zwingen. Weniger glücklich dürfte man in Trier über die Heimniederlage gegen Phoenix Hagen gewesen sein. Zu viele Fehler in der Verteidigung sorgten für eine knappe 81-85 Niederlage vor heimischem Publikum.

Academics müssen beißen

Die Woche ist für die Academics keineswegs eine einfache. Nachdem man am vergangenen Sonntag gegen Rostock erst nach Verlängerung gewinnen konnte, stand unter der Woche der kräftezerrende Auswärtstrip in Chemnitz auf dem Programm. Die Gladiators dürften etwas mehr Kräftereserven besitzen, waren diese am Donnerstag Gastgeber gegen Schalke und haben daher keine langen Reisestrapazen hinter sich. Bransilav Ignjatovic, Albin Mauz und Robin Zimmermann werden die Mannschaft jedoch bestens vorbereiten, um den Heidelberger Zuschauern hoffentlich den nächsten Heimsieg zu bescheren.

Ticketinfos und Livestream

Tickets für die Partie gibt es wie gewohnt auf unserer Website unter https://www.mlp-academics-heidelberg.de/tickets. Wer nicht mit live vor Ort sein kann, dem sei der Livestream von airtango.live zu empfehlen.

Spielort: Olympiastützpunkt Rhein-Neckar, 69120 Heidelberg, Im Neuenheimer Feld 710, Spielzeit 17:00 Uhr, 03.11.2019

Text: Yannik Barwig

Foto: Thomas Disqué