14. April 2021

Nachgefragt: Coach Frenki im Kurz-Interview

Frenki, die reguläre Saison ist beendet. Die Academics sind Tabellenzweiter und haben den Sprung auf Platz 1 nur knapp verpasst. Wie lautet Dein Fazit?

Die letzten Jahre waren wir eigentlich immer erfolgreich, aber dieses Jahr ist ein Schritt nach vorne erkennbar. Wir haben in der stärksten ProA Liga aller Zeiten einen persönlichen Rekord mit 21 Siegen aufgestellt. Wir haben eine sehr homogene und motivierte Gruppe von Spielern zusammen bekommen und deshalb ist mein Fazit sehr positiv.

Mit Shy Ely, Phillipp Heyden, Armit Trtovac und Niklas Würzner konnten 4 wichtige Leistungsträger aus dem Vorjahr gehalten werden. Andere wie Albert Kuppe und Evan McGaughey kamen zurück, waren also auch bekannt. Wie wichtig ist diese Konstanz für den diesjährigen Erfolg gewesen?

Das ist der entscheidende Faktor in unserer Erfolgssaison, dass wir die Leistungsträger halten konnten. Wenn man nicht dicht den Luxus unbegrenzter finanzieller Möglichkeiten hat, führt der einzige Weg über die Konstanz Leistungsträger zu halten. Die Spieler wissen was sie von uns haben und wir, was wir von ihnen bekommen. Das ist meistens eine Win-Win Situation. Leider ist das nicht immer möglich.

21 Mal konnte Frenki in der regulären Saison nach einem Sieg die Faust ballen. Rekord!

Das Guard-Duo um Jordan Geist (einer der Topscorer der letzten Saison) sowie dem Rookie Sa’eed Nelson hat deinen Spielstil sehr verändert. Wie war es für Dich, solche teilweise unberechenbaren Spieler in Deine Systeme zu integrieren?

Von Anfang an in meiner Trainerkarriere habe ich probiert das Spiel so aufzubauen, dass ich die Spielertypen, die ich habe am besten einbinden kann. Saeed und Jordan haben sehr viel Schnelligkeit in unser Spiel gebracht und viel dazu beigetragen das wir am Ende so gut abschneiden

Während der Saison konnten die Academics durch die Verpflichtung von Shaun Willett ein Manko beseitigen. Die Athletik. Seitdem gewinnen die Academics regelmäßig ihre Reboundduelle. War er das Puzzlestück, das noch fehlte?

Die Nachverpflichtung von Shaun hat nur nochmal bestätigt, dass solche Verstärkungen während der Saison sehr wichtig sind, wenn man große Ziele hat. Ich traue mich sogar zu sagen, dass wir ohne Shaun wahrscheinlich den 2. Platz nicht erreicht hätten. Er passt wunderbar in unser System dieses Jahr. Matthias und ich haben diese Notwendigkeit erkannt und entsprechend reagiert.

Gegen jeden unserer Gegner in den Playoffs haben wir einmal gewonnen und einmal verloren. Wenn das in den Playoffs weiterhin so laufen würde, wäre der erste Platz kaum möglich. Was lässt Dich glauben, dass es anders läuft?  

Vorerst wollen wir versuchen guten Basketball in dieser Gruppenphase zu spielen. Wenn wir das aufs Parkett bringen, können wir jeden schlagen. Wir befinden uns in einer bequemen Lage: wir können aber müssen nicht zwingend aufsteigen. Mit der neuen Halle im Rücken kann mit großer Wahrscheinlichkeit die nächsten Jahre ein solider BBL Ligist in Heidelberg wachsen. Ob der Zeitpunkt zum Aufstieg gekommen, ist werden wir bald sehen. In meinen Augen ist das ein Prozess, den man nicht mehr stoppen kann.

Danke Frenki und viel Erfolg für die Playoffs!