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10. April 2019

Mit einem Heimsieg ins Halbfinale?

Die Vorzeichen vor dem dritten Spiel der Viertelfinalserie zwischen den MLP Academics Heidelberg und dem Team Ehingen Urspring könnten nicht viel anders sein. Nach dem 79-90 Auswärtserfolg der Academics am Dienstagabend sind die Heidelberger nur noch einen Sieg vom Halbfinaleinzug entfernt. Für das Team Urspring würde dagegen die nächste Niederlage das Saisonaus bedeuten.

Nach den ersten beiden Partien stellt sich die Frage, mit welchem Rezept das Team von Domenik Reinboth die Serie drehen möchte. Die eigentliche Stärke Ehingens während der Hauptrunde waren die schnellen Abschlüsse im Fastbreak. In den ersten beiden Partien verlor das Team Urspring aber genau diese Statistik gegen die Academics (2-12, 9-14). Man kann nun also damit rechnen, dass Domenik Reinboth eine neue Herangehensweise für das dritte Spiel entwickeln wird, da der bisherige Plan nicht den gewünschten Erfolg zeigte.

Die Academics machen derweil scheinbar genau das Richtige, um die Serie frühzeitig zu entscheiden. Sie schaffen es, das eigene Spielsystem durch zuziehen und damit gleichzeitig die große Stärke Ehingens aus dem Spiel zu nehmen. Selbst den Ausfall von Kapitän Phillipp Heyden im zweiten Spiel konnten die Academics in Person von Niklas Ney und Marc Liyanage gut auffangen. Neben der offensiven Vielseitigkeit spielen sowohl Ney als auch Liyanage sehr intensive Verteidigung, die Ehingen bisher vor große Probleme stellt.

Ein wandelndes Miss-Match ist derweil Niklas Würzner in dieser Serie. Sobald Würzner vom kleineren Gianni Otto verteidigt wird, nutzt das Eigengewächs dies gut aus und führte damit die Mannschaft bisher gut an. Man kann gespannt sein, ob sich Ehingen für das dritte Spiel der Serie eine Lösung einfallen lässt, um den Heidelberger Aufbauspieler besser zu kontrollieren.

Die Thematik, die Domenik Reinboth in beiden Partien sehr gestört hat, sind die Ballverluste. Vor allem in beiden zweiten Halbzeiten gab das Team Urspring alleine jeweils neun Mal den Ball her. „Zu viel“, wenn es nach dem Ehinger Headcoach geht. „Wir wollen die Serie mit einem Auswärtserfolg nochmal spannend machen. Dafür müssen wir aber unsere beste Leistung aufs Parkett bringen, da sonst die Serie bereits am Freitag ein Ende finden könnte“, so Reinboth nach der Partie am Dienstag.

Branislav Ignjatovic hofft derweil auf große Unterstützung am Freitag: „Die Jungs spielen eine gute Saison und haben noch viele Ziele vor sich. Es ist wichtig, dass wir in den Playoffs vom Heimvorteil profitieren können, weshalb wir auf ein volles Haus am Freitag hoffen.“

Der letzte Sieg in einer Playoffserie ist bekanntlich der schwierigste. Mit einem Sieg am Freitag wäre es das erste Mal ein Halbfinaleinzug in der Heidelberger ProA Geschichte. Die Mannschaft ist in Vorleistung getreten und hofft nun auf den Support des Heidelberger Publikums.

Together we play – Together we win

Spielbeginn: Freitag, 12.04.2019, 19:30 Uhr. Spielort: Olympiastützpunkt Rhein-Neckar, Im Neuenheimer Feld 710, 69120 Heidelberg

Text: Yannik Barwig

Foto: Thomas Disqué