16. April 2021

Lizenzantrag für 1. Bundesliga eingereicht

Am gestrigen Tage um 18:00 Uhr endete die Frist zur Einreichung der Lizenzunterlagen zur Teilnahme an der easycredit Basketball Bundesliga. Unabhängig vom weiteren Verlauf in den Playoffs haben sich die Verantwortlichen der MLP Academics Heidelberg dazu entschieden, den Antrag form- und fristgerecht im Ligabüro in Köln einzureichen. Nach dem zweiten Tabellenplatz sowie der erfolgreichsten Saison seit 38 Jahren und in Anbetracht der Fertigstellung des erstligatauglichen SNP DOMES war dieser Schritt trotz aller Herausforderungen, die er mit sich bringt, konsequent und folgerichtig. 

Im Falle des sportlichen Aufstieges erwartet die Verantwortlichen eine arbeitsintensive Offseason. Der Anforderungskatalog der easycredit BBL  ist äußerst umfassend und wird die Organisation im Kern verändern. Ein Prozess, der jedoch auch ohne sportlichen Aufstieg erforderlich gewesen wäre und somit keine Hektik bei den Verantwortlichen auslöst. Folglich äußert sich Geschäftsführer Matthias Lautenschläger entschlossen:

„Sportlich haben wir uns in den 14 Jahren seit Bestehen der ProA kontinuierlich weiter entwickelt. In der Saison 2008/2009 als quasi sicherer Absteiger gehandelt, konnten wir die Liga halten und uns in den darauffolgenden Spielzeiten in der Tabelle immer weiter nach oben arbeiten. In den letzten sechs Spielzeiten haben wir uns fünf Mal für die Endrunde qualifiziert. Diese Saison haben wir den ersten Tabellenplatz sogar nur um einen Sieg verpasst. Der Lizenz-Antrag ist somit nur konsequent und ein wichtiges Signal nach außen, um neue Partner und Zuschauer zu mobilisieren und für diesen fantastischen Sport im modernen SNP DOME zu begeistern. Er ist aber auch ein Signal nach innen. Der Spielbetrieb funktioniert nur Dank der vielen Menschen im Umfeld. Das Aufbau-Team, unsere Scouter, das Kampfgericht und die vielen weiteren Helfer rund um den Spieltag, die sehr viel ‚Freizeit‘ für die Academics opfern, haben es verdient, dass man alles dafür tut, dass sie dies eines Tages in der höchsten Liga machen können.“

Derweil hat auch der seit Jahren verlässliche Partner, die Gornik und Partner Wirtschafts- und Steuerberatungs GmbH, die Zahlen des eingereichten Finanzplanes geprüft und eine positive Erklärung abgegeben. Besondere Freude empfindet auch der Erfolgscoach der letzten Jahre, Branislav „Frenki“ Ignjatovic und kann dabei einen gewissen Motivationsschub für die Mannschaft nicht verhehlen. Ihn freut es, dass man gewillt ist, den sportlichen Erfolg entsprechend zu würdigen. Aus dem Bus auf der Fahrt zum ersten Playoffspiel in Bremerhaven äußert sich der Trainer so:

„Ich finde es ein geiles Signal an die Mannschaft, an uns Trainer und das Umfeld, dass unsere Erfolge die letzten Jahre nicht übersehen wurden. Früher oder später muss ein Standort wie Heidelberg mit dieser Arena in die BBL. Ich hoffe natürlich früher.“

Wohin die Reise geht, werden die kommenden Wochen und Monate zeigen. Wirklichen Druck aufzusteigen verspüren hierbei weder Trainer noch Management. Die Barmer 2. Basketball Bundesliga hat sich in den vergangenen Jahren sportlich und strukturell enorm entwickelt und bietet ebenso einen sehr herausfordernden wie sehenswerten Wettbewerb. Außerdem gilt der Grundsatz: Aufgeschoben wäre nicht aufgehoben