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9. Dezember 2018

Krimi in Heidelberg geht an die Seawolves aus Rostock

Die MLP Academics Heidelberg verlieren gegen die SEAWOLVES Rostock denkbar knapp mit 81-82. In einer umkämpften Partie behielten die Rostocker im vierten Viertel die Nerven und gewinnen damit auch ihr sechstes Auswärstspiel der Saison.

Die Seawolves aus Rostock fanden schnell in die Partie. In der Defense versuchte man aggressiv, das Pick n´Roll Spiel der Academics zu unterbinden. In der Offense hielt man derweil das Tempo hoch, um die Heidelberger mit Fastbreaks zu überlisten. Das große Problem der MLP Academics Heidelberg sind diese Saison die Rebounds. Ligaweit holt man durchschnittlich die wenigsten, während Rostock in der oberen Hälfte wieder zu finden ist. Den Unterschied merkte man in den ersten Minuten, wodurch Rostock immer wieder zu zweiten Chancen gelang. Die Seawolves konnten sich nach sieben gespielten Minuten einen 8-15 Vorsprung erspielen. Auch die von der Bank kommenden Eric Palm, Marc Liyanage und Sebastian Schmitt konnten die Offenive nicht ins Laufen bekommen, weshalb man das Viertel mit 7 Punkten verlor.

Ins zweite Viertel startete Heidelberg zwar besser in der Offense, hatte jedoch Schwierigkeiten, die Rostocker zu stoppen. Rostock seinerseits wechselte ständig seine Verteidigungsarten, die zu einigen unerzwungenen Fehlern der Academics führten. Langsam aber sicher konnten die MLP Academics Heidelberg einen Weg finden, um zum Korb zu gelangen. Nachdem man zwischenzeitlich bereits mit 11 Punkten zurück lag, konnte man den Vorsprung bis auf sechs Punkte reduzieren. Zwei schnelle Turnovers später war der Rückstand wieder bei 10 Punkten und Headcoach Branislav Ignjatovic nahm seine zweite Auszeit. Er entschied sich, auf eine Zonenverteidigung umzustellen, was sich als gute Entscheidung heraus stellte. Vor allem Routinier Eric Palm wusste zu überzeugen und konnte in diesem Abschnitt des Spiels den Rückstand verringern. Dennoch ging Rostock mit einer 37-34 Führung in die Halbzeitpause.

Weiterhin in einer Zonenverteidigung ließ Branislav Ignjatovic Eric Palm für Jaleen Smith in die zweite Halbzeit starten. Dieser bereitete nun für Shyron Ely vor, der zwei Dreipunktewürfe erfolgreich abschloss. Mit einem 12-4 Lauf gingen die Heidelberger endlich wieder in Führung. Ein wie ausgewechselter Shyron Ely übernahm nun die Verantwortung und scorte nach Belieben. Angespornt von der Leistung des US-Amerikaners spielten nun auch seine Mitspieler auf einem höheren Niveau. Niklas Würzner, Dan Oppland, Jaleen Smith und Phillipp Heyden kamen zu ihren Punkten und ließen den Rostockern in dieser Phase keine Chance. Angeführt von 13 Punkten des Shyron Ely gewann Heidelberg das Viertel mit 13 Punkten und ging mit einer 10 Punkte Führung ins letzte Viertel.

Die Seawolves gaben sich jedoch vor ihren ca. 50 mitgereisten Fans nicht auf und versuchten, das Spiel wieder in ihre Richtung zu drehen. Ein Unterfangen, das in den ersten Minuten des Viertels als nicht unrealistisch einzuschätzen galt, nachdem man mehrmals zu leichten Punkten kam. Der Vorsprung der Heidelberger schwand bis auf 3 Punkte und dies bei noch 5 zu spielenden Minuten. Nach der folgenden Auszeit der Heidelberger glichen die Rostocker in Person von Martin Bogdanov gar aus. Shyron Ely wusste was die Stunde geschlagen hatte und brachte seine Mannschaft wieder in Führung. Niklas Würzner half dem Team mit einem Block weiter, den Eric Palm zu einem einem Dreipunktewurf nutze. Rostock verkürzte darauf wieder bis auf einen Punkt – dieses konnte Ely aber erneut nicht davon abhalten, aus dem Feld zu treffen. Nach einem erfolgreichen Korbleger von Martin Bogdanov brachte Yannick Anzuluni die Rostocker mit zwei erfolgreichen Freiwürfen bei noch 30 zu spielenden Sekunden mit 81-80 in Führung. Heidelberg brachte nach der Auszeit den Ball zu Shyron Ely, der Kapitän Phillipp Heyden bediente, der jedoch gefoult wurde. Mit einem erfolgreichen Freiwurf glich er das Spiel bei noch 9 Sekunden auf der Spieluhr aus. Rostock reagierte nun folgerichtig mit einer Auszeit. Bei noch drei zu spielenden Sekunden zog Harris zum Korb und wurde gefoult. An der Freiwurflinie traf der Shooting Guard zum Sieg für die Rostocker.

Damit verlieren die MLP Academics ihr zweites Heimspiel in Serie. Die Rostocker können dagegen ihre ungeschlagene Auswärtsserie fortsetzen und damit ein Zeichen in Richtung Playoffs setzen.

Stimme zum Spiel:

Branislav Ignjatovic:

Wir haben vor dem Spiel angesprochen, wenn Rostock über 80 Punkte macht, dann wird es ein sehr schwieriges Spiel für uns. Das einzig gute an der ersten Halbzeit war das Ergebnis. Wenn wir mit 10 Punkten hinten liegen, dann darf sich niemand beschweren. Das dritte Viertel war sehr gut von uns, da haben wir alles gemacht, was wir uns vorgenommen haben. Im letzten Viertel waren wir wieder nicht so gut und haben oft gegen Ende der 24 Sekunden Uhr Punkte gegen uns bekommen. Man kann solche Spiele verlieren, jedoch hatten wir genügend Möglichkeiten, um das Spiel für uns zu entscheiden. Die Spiele gegen Tübingen und Hamburg werden sehr schwierige Spiele, wobei unser Augenmerk komplett auf Tübingen liegt. Es wird ein sehr schwieriges Spiel, jedoch haben wir auswärts bereits bewiesen, dass wir in fremden Hallen sehr gute Leistungen abrufen können.

 

Stats:
Für Heidelberg spielten. Würzner (2 Punkte, 0 Rebounds, 0 Assists), Smith (9,2,1), Schmitt (0,0,2), Ely (22,3,2), Liyanage (0,0,0), Palm (17,1,3), Ney (10,6,0), Heyden (9,6,1), Aichele (0,0,0), Oppland (12,5,1), Brunnenkant (0,0,0), Schöpe (0,0,0)
Für Rostock spielten: Talbert (3,2,0), Bogdanov (11,3,7), Clay (7,7,0), Harris (17,1,3), Cardenas Ruda (9,1,2), Anzuluni (19,4,4), Jost (7,2,1), Frazier (3,0,0), Alte (6,6,0)

Foto: Thomas Disqué