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21. November 2018

Kalidou Diouf im Interview – Eine Rückkehr zur alten Wirkungsstätte

Mit 20 Punkten und 7 Rebounds wusste Kalidou Diouf bei der knappen Heimniederlage gegen die Artland Dragons mit seinen HEBEISEN WHITE WINGS Hanau zu überzeugen. Auch sonst ist er einer der konstantesten Spieler der bisherigen Saison.

Mit 12 Punkten, 5,7 Rebounds und einer Quote von 58,8% aus dem Feld, ist der Center einer der Leistungsträger im Team der Hessen. Der 24-jährige ist vor der Saison zurück nach Deutschland gekehrt. Die letzten fünf Jahre war er in den USA auf dem College unterwegs, wo er in der zweiten Division der NCAA aktiv war. Seine Anfänge hat Kalidou derweil in Heidelberg gemacht. Als Sohn einer deutschen Mutter und eines senegalesischen Vaters startete er seine Basketballkarriere beim USC Heidelberg. Als Talent wechselte er schlussendlich mit 15 Jahren ans Basketball-Internat Urspringschule. Mit 17 Jahren gab er dann auch sein Debüt in der zweithöchsten deutschen Spielklasse.

Wir haben uns mit Kalidou vor dem Spiel am Sonntag unterhalten und ihm ein paar Fragen gestellt.

Frage: Was bedeutet es für dich zurück in deine Heimatstadt zu kehren? Welche Erinnerungen hast du an Heidelberg und vor allem an deine Jugendzeit beimUSC Heidelberg?

Kalidou Diouf: Ich freue mich darauf nach langer Zeit endlich mal wieder in meiner Heimatstadt Basketball spielen zu dürfen. Ich habe jede Menge gute Erinnerungen an die Zeit beim USC Heidelberg und kann mich noch gut erinnern, wie ich als Kind regelmäßig den Profis aus der Pro A bei ihren Spielen zugeschaut habe. Damals habe ich immer davon geträumt, selbst einmal Profi-Spieler zu werden. Dank der großartigen Basketball Ausbildung die ich damals unter Jugendtrainer Alex Schönhals beim USC genießen konnte ist dieser Traum heute zur Realität geworden.

Frage: Nach deiner Zeit in Ehingen warst du einige Jahre am College unterwegs. Wie war für dich diese Zeit und welche Erfahrungen konntest du in den USA sammeln?

Kalidou Diouf: Die Zeit in den USA war eine sehr gute Zeit für mich, an die ich mich gerne zurück erinnere. Ich habe dort vor tausenden von Menschen Basketball gespielt, sehr viel erlebt und gesehen, einen Bachelor und Master gemacht und viele meiner besten Freunde kennen gelernt. Diese 5 Jahre im Ausland haben mir sehr geholfen mich menschlich wie auch basketballerisch weiter zu entwickeln und sind eine Zeit für die ich immer dankbar sein werde.

Frage: Nach der letzten Saison am College stand lange nicht fest, wo du diese Saison auflaufen wirst. War die easycredit BBL das anvisierte Ziel? Was hat letzten Endes den Ausschlag für Hanau gegeben?

Kalidou Diouf: Die BBL war in der Tat mein anvisiertes Ziel nach dem College. Allerdings habe ich aufgrund meiner Unerfahrenheit im Profi-Basketball ein paar Fehlentscheidungen getroffen bezüglich der Menschen mit denen ich am Anfang zusammen gearbeitet hatte. Das hat dazu geführt, dass ich letztendlich in Zusammenarbeit mit meiner neuen Agentur beschlossen habe, mir erstmal in der Pro A einen Namen zu machen und mich als Profi zu etablieren.

Frage: Die Saison ist bisher noch nicht so verlaufen, wie ihr es euch vorgestellt habt. Viele Spiele wurden jedoch erst in den letzten Sekunden verloren, teilweise recht unglücklich. Wo siehst Du persönlich euer Team vom Leistungspotential her?

Kalidou Diouf: Ich denke vom Leistungspotential her können wir jedes Team in dieser Liga schlagen. Wir sind ein junges Team mit wenig Erfahrung, dafür aber mit einer Menge Talent und Energie. Wir haben bisher sehr viele knappe Spiele verloren, aber ich glaube daran, dass wir als Team in den letzten Wochen besser geworden sind und ich bin zuversichtlich, dass wir diese Saison noch erfolgreich beenden können.

Frage: Was sind deine persönlichen Ziele für den weiteren Verlauf der Saison?

Kalidou Diouf: Eines meiner Ziele ist es dem Team so gut ich kann zu helfen, so dass wir uns schnellst möglich von den Abstiegsplätzen wegbewegen und evtl sogar noch um einen Playoffspot kämpfen können. Abgesehen davon, möchte ich die Saison nutzen um mein Talent zu zeigen und zu beweisen das ich einer der besten Big Men in dieser Liga bin.

Frage: Am Sonntag steht das Spiel im OSP an. Wo siehst du Stärken und Schwächen der MLP Academics Heidelberg?

Kalidou Diouf: Meiner Meinung nach ist die große Stärke der MLP Academics die Liga-Erfahrung von Seiten der Spieler und Trainer. Die größte Schwäche der Academics ist meiner Meinung nach, dass sie nicht auf jeder Position besonders tief besetzt sind.

Wir bedanken uns bei Kalidou Diouf für seine Zeit und seine Antworten und wünschen ihm viel Erfolg für den Verlauf der Saison.