28. Februar 2015

Kämpferisch herausragende Leistung reicht nicht zum Sieg

Die MLP Academics Heidelberg spielen gegen die Gießen 46ers 64-70 und verlieren damit ihr fünftes Spiel in Serie. Nichts desto trotz überzeugen sie über weite Strecken in einer kämpferisch und leidenschaftlich geführten Partie. Bereits am Sonntag können die Spieler es von Frenki Ignjatovic jedoch wieder besser machen und einen Sieg bei den Cuxhaven BasCats holen.

 

Frenki Ignjatovic schickte vor dem Duell gegen den geographisch nächsten Nachbarn aus Gießen Ahmad Smith, Bradley Tinsley, Nico Adamczak, Kelvin Martin und Waverly Austin auf das Parkett des OSP. Von Beginn an deutete sich an wie die Partie verlaufen würde: kämpferisch, mit harter Verteidigung und mit wenig Raum für beide Mannschaften. Es gelangen nur wenige Punkte und diverse Aktionen fanden nicht den gewünschten Erfolg. In den ersten fünf Spielminuten punkteten Austin, Smith und Martin ausschließlich per Korbleger (8-9). In den folgenden fünf Minuten änderte sich daran nichts Tinsley, Eggleston und Menck trafen durch sehenswerte Sprungwürfe, da die 46ers ihrerseits aber ebenfalls punkteten, blieb der Rückstand bestehen. 19-21 nach dem ersten Viertel.

In das folgende zweite Viertel starteten die Heidelberger deutlich besser. Menck schloss einen Dreipunktewurf bereits nach weiteren zehn gespielten Sekunden erfolgreich ab. In den anschließenden vier Minuten gelangen den MLP Academcis zwar leidglich vier weitere Punkte, dies reichte aber, um Denis Wucherer zur Auszeit zu zwingen, da dessen Mannschaft ihrerseits nur zwei Punkte erzielt hatte. Von dieser ließen sich die Spieler von Coach Ignjatovic vorerst nicht beirren – Martin, Austin und Eggleston erzielten jeweils Punkte in Korbnähe. Doch die Lahnstädter hielten dagegen und zwangen Ignjatovic ebenfalls nach weiteren drei Minuten zu einer Auszeit. Diese hatte den gewünschten Erfolg, denn auch bis zur Halbzeitpause änderte sich an der Führung der Heidelberger nichts mehr.

Die bereits in den ersten zwei Viertel umkämpfte Partie wurde nach der Halbzeitpause noch intensiver geführt. Während den ersten drei Minuten wechselte die Führung fünfmal die Seite, vorerst letztmalig beim 41-39 durch Kelvin Martin. Die 46ers versuchten durch ihre intensive Verteidigung das Team aus Heidelberg unter Druck zu setzen und keine einfachen Punkte zu erlauben. Trotz der bekannt intensiven Verteidigungsarbeit des Tabellendritten konnte Heidelberg seine Führung behaupten. Auch unter Druck punkteten die MLP Academics effektiv und konnten so auch am Ende dieses Viertels eine 53-46 Führung herausspielen.

Die Führung begann langsam dahin zu schmelzen und die Spieler um die beiden Topscorer Austin und Smith (jeweils 12) konnten nicht mehr dagegen halten.  Dem intensiven Spiel langsam aber sicher Tribut zollend gelangen in den folgenden Minuten nicht mehr so viele Aktionen wie noch in den ersten drei Vierteln. Die 46ers verkürzten Punkt um Punkt und gingen drei Minuten vor Ende der Partie durch Eric Palm in Führung. Durch die hohe Trefferquote in der Schlussphase sowie der tieferen Rotation gerade auf den deutschen Spots gewannen die Spieler von Denis Wucherer 70-64.

Für Heidelberg spielten: Ahmad Smith 12 Punkte/7 Rebounds, Waverly Austin 12/6, Kelvin Martin 11/7, Bradley Tinsley 10, Jack Eggleston 8, Nils Menck 7, Nico Adamczak 6 sowie Christoph Rupp

Für Gießen spielten: Yorman Polas Bartolo 15/8Assists, Cameron Wells 13, Anthony DiLeo 11, Eric Palm 10, Aaron Hawley 9, Björn Schoo 8, Benjamin Lischka 2, Jonathan Malu 2, Besnik Bekteshi und Achmadsch Zazai.

 

Bereits am Sonntag geht es für die MLP Academics weiter. Davor steht jedoch noch die weite Reise in den Norden, denn der Gegner ist der geographisch am weitesten entfernte der ProA – die Cuxhaven BasCats. Der Tabellenfünfzehnte spielte am Freitag gegen Essen und besiegte die ETB Wohnbau Baskets 70-65. Dennoch müssen die Cuxhavener dringend gewinnen, um den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze zu halten. Die Mannschaft von Trainer Moris Hadzija galt nach der Hinrunde in einigen Kreisen bereits als sicherer Absteiger, konnte nach dem Trainerwechsel und zweier hochkarätiger Nachverpflichtungen jedoch einige Siege feiern. Der Klassenerhalt ist nach den vergangenen Siegen wieder greifbar geworden.

Besonders in eigener Halle konnten die Spieler aus der Stadt an der Elbmündung vermehrt jubeln. Neben dem Sieg am vergangenen Samstag gegen Baunach, wurden auch Gotha und Vechta jeweils knapp niedergerungen.

Als deutscher Spieler ist der 22-jährige Small Forward Bill Borekambi besonders auffällig. Er legt pro Spiel nicht nur die zweitmeisten Punkte auf (13,1), sondern „pflückt“ ebenso 7,1 Rebounds – der Topwert im Team der Cuxhavener. Ebenfalls im zweistelligen Punktebereich liegt der nachverpflichtete Point Guard Brandon Johnson mit überragenden 26,2 Punkten pro Partie. Hadzija verfügt zudem über eine ausgeglichene Rotation: neben den beiden oben genannten erhalten neun weitere Spieler durchschnittlich Spielanteile von mehr als zehn Minuten.

Die MLP Academics wollen nach der intensiven Partie gegen die Gießen 46ers und nach der langen und anstrengenden Fahrt zwei wichtige Punkte von der Nordsee mit in die Heimat nehmen. Spielbeginn ist am Sonntag um 17 Uhr. Da leider kein Livestream zur Verfügung steht, gibt es, wie bei jedem Spiel, die Möglichkeit den Liveticker über die Website der ProA oder über die App der MLP Academics zu verfolgen.

 

Infos:

Cuxhaven BasCats vs. MLP Academics Heidelberg

Rundturnhalle Cuxhaven/BasCats Arena; Beethovenallee 19; 27474 Cuxhaven

Tipp-Off: 17 Uhr

Lukas Robert