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21. Oktober 2019

JBBL/NBBL: Das Wochenende der gemischten Gefühle

Die zweite Woche der Nachwuchsbundesligen ist ausgespielt. Während es am ersten Wochenende noch zwei Siege für die Mannschaften des USC Heidelberg gab, mussten am zweiten Wochenende die ersten Niederlagen eingesteckt werden. Doch ganz ohne Erfolgserlebnis sollte die Woche nicht zu Ende gehen.

JBBL: s.Oliver Würzburg Akademie – USC Heidelberg 76-69 ; USC Heidelberg – BIS Baskets Speyer 103-41

Nach dem hervorragend herausgespielten Heimsieg am vergangenen Wochenende gegen die FRAPORT Skyliners, wartete am Samstag das Auswärtsspiel bei den ebenfalls hoch einzuschätzenden Junioren aus Würzburg. Der im Sommer aus Heidelberg nach Würzburg gewechselte Elijah Ndi traf in seiner neuen Heimat auf alte Bekannte und Freunde. Auf dem Feld war von der Freundschaft dann nichts mehr zu sehen. Beide Teams kämpften um jeden Zentimeter und wollten als Sieger vom Platz gehen. Das erste Viertel ging deutlich an Würzburg, während der Heidelberger Mannschaft noch die Anreise in die Knochen steckte. Vor allem unter dem Korb ließ Heidelberg zu viele Rebounds zu, die eiskalt genutzt wurden. Mit 25-14 konnte Würzburg das Viertel für sich entscheiden.

Diesem Vorsprung lief die Mannschaft von Alexander Schönhals das ganze Spiel hinterher. Für den Universitätssportclub Heidelberg waren es vor allem die Zwillinge Julian (22 Punkte, 9 Rebounds, 8 Steals) und Finn Rothmann (13 Punkte, 7 Assists, 6 Steals), die sich gegen die Niederlage stemmten. Die Neuzugänge hielten auch defensiv die Aufbauspieler Würzburgs gut unter Kontrolle und konnten in der Offensive wichtige Akzente setzen, die zur Aufholjagd beitrugen. Zwar wurde es im letzten Viertel nochmals spannend, jedoch konnte Würzburg das Spiel am Ende mit 76-69 gewinnen.

Bereits einen Tag darauf stand das Heimspiel gegen ausgeruhte Jungs aus Speyer an. Von schweren Beinen war bei Heidelberg aber nichts zu sehen. Die Jungs wollten die Niederlage des vergangenen Tages wieder gut machen und setzten Speyer über das ganze Spielfeld über unter Druck. Bereits nach wenigen Minuten war klar, dass Heidelberg als Sieger vom Parkett gehen würde. Besonders in der Defensive zeigte sich die Mannschaft von Headcoach Alexander Schönhals stark verbessert und forcierte sage und schreibe 68 Ballverluste Speyers.

Mit 103-41 ging die Partie schlussendlich an den USC, bei dem sich jeder Spieler in die Punkteliste eintragen durfte. Finn Rothmann scorte mit 20 Punkten in der Partie am häufigsten, gefolgt von Samuel Schally mit 19 Punkten und Linus Ihle mit 18 Punkten.

USC Heidelberg – Team Bonn/Rhöndorf 66-69

Das erste Heimspiel der NBBL Saison sollte kein rühmliches Ende für den USC Heidelberg nehmen. Der Start in die Partie gehörte zunächst dem Team aus Bonn, bevor Heidelberg nach wenigen Minuten in der Offensive den Ball besser laufen ließ und zu leichteren Punkten kam. Das erste Viertel konnte infolgedessen mit 25-17 gewonnen werden. Bonn bemühte sich zwar, den Vorsprung zeitnah zu verringern, jedoch blieb Heidelberg auf dem Gaspedal und baute den Vorsprung langsam aber sicher aus. Angeführt von Bertram Lind (siehe Foto), der erneut mit 20 Punkten und 13 Rebounds ein starkes Spiel machte, ging das Team von Headcoach Moritz Nägele mit einer 48-32 Führung in die Halbzeitpause.

Aus dieser Pause kam Bonn nun deutlich aufmerksamer als noch zuvor. Einige defensive Anpassungen machte Heidelberg größere Probleme als noch zuvor. In der Offensive konnte sich das Team aus dem Rheinland aber weiterhin nicht durchsetzen, verkürzte den Vorsprung vor dem Schlussviertel aber auf 57-47. Das letzte Viertel sollte über den zweiten Saisonsieg der beiden ungeschlagenen NBBL-Mannschaften entscheiden. Angriff für Angriff schaffte es das Team aus Bonn den Rückstand zu verringern. Das Spiel ging in die letzten beiden Minuten mit ungewissem Ausgang. Zu viele Ballverluste Heidelbergs sorgten im Endeffekt dafür, dass das Team Bonn/Rhöndorf mit 66-69 die Partie für sich entscheiden konnte. Man hat jedoch das Potenzial der Heidelberger NBBL-Mannschaft gesehen. Wenn man die Leistung aus der ersten Halbzeit übernimmt und die Fehler aus der zweiten Halbzeit analysiert, werden noch so einige Siege auf das Team warten!

Text: Yannik Barwig

Foto: Reiner Herbold