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15. November 2019

Ignjatovic trifft auf Ex-Club

Es läuft rund bei den MLP Academics Heidelberg. Aus den ersten 10 Partien konnten 8 Spiele gewonnen werden, wodurch ein starker dritter Tabellenplatz in der Liga feststeht. Die beiden Niederlagen passierten gegen die beiden über den Academics in der Tabelle platzierten Teams aus Bremerhaven und Chemnitz.

Ausgeglichene Teamleistung

Abgesehen vom Auswärtssieg in Jena, war der Erfolg am vergangenen Samstag in Schwenningen wahrscheinlich der sicherste der bisherigen Saison. Von der ersten Sekunde an hatten die Academics die Kontrolle der Partie in den eigenen Händen. Dass bereits zur Halbzeit eine Vorentscheidung gefallen war, lag an der überzeugenden Dreipunktequote Heidelbergs. Gleich 10 von 17 Versuchen von jeneseits der Dreipunktelinie fanden ihr Ziel und ließen die Panthers aus Schwenningen verzweifeln. Vor allem Sommerneuzugang Zamal Nixon scheint endgültig seinen Rhythmus gefunden zu haben. Sowohl gegen Trier als auch gegen Schwenningen war Nixon mit 20 Punkten der Topscorer der Mannschaft und entlastete Shyron Ely. Dieser konnte in den vergangenen Spielen etwas passiver agieren, da das Spiel Heidelbergs auch ohne seine offensive Scoringleistung zu funktionieren schien.

Gegen Schwenningen war es dann vor allem die Bank Heidelbergs, die zu dem deutlichen Auswärtssieg verhalf. Diese spielte so gut, dass kein Spieler aus der Starting Five mehr als 24 Minuten spielen sollte. So kamen auch alle 10 Akteure auf mindestens 16 Minuten Spielzeit und durften jeweils mindestens 3 Punkte auflegen. Besonders auffällig war Grant Teichmann, der bisher noch Probleme hatte, sich an das Tempo der Liga zu gewöhnen. In Schwenningen war der Rookie sowohl offensiv als auch defensiv voll und ganz auf der Augenhöhe und verteilte neben 5 Punkten auch 3 Assists.

Branislav Ignjatovic gegen den Ex-Verein

Von 2008 bis 2014 war der heutige Academics Head-Coach Branislav Ignjatovic der Entscheidungsführer bei den Kirchheim Knights. In seiner langen Amtszeit in Kirchheim war der serbische Sympathieträger ein Garant für gute Ergebnisse. So schaffte es Ignjatovic mit den Rittern in der Saison 2011/2012 ins Finale zur Vizemeisterschaft und erspielte sich das begehrte Aufstiegsrecht. In die Bundesliga schafften es die Knights jedoch trotzdem nicht, da die strukturellen Voraussetzungen damals nicht gegeben waren. Motiviert ist Ignjatovic vor dem Duell mit dem Ex-Klub allemal: “Ich möchte jedes Spiel gewinnen, egal welcher Verein auf der anderen Seite steht. Ich kenne noch viele Personen aus der Knights Familie und bin auch weiterhin mit vielen gut befreundet.”

Knights mit steigender Formkurve

Der Saisonstart der Knights verlief nicht nach Plan. Nach einer guten Saisonvorbereitung mit einem Sieg gegen die Academics, lief in den ersten Spielen nicht viel nach dem Plan der Knights. Fünf Niederlagen waren nicht nach dem Geschmack von Headcoach Mauricio Parra. Schnell wurde der zusammengestellte Kader hinterfragt und wenig später auch nachjustiert. Mit DaJuan Graf wurde der letztjährige Aufbauspieler nachverpflichtet. Graf sorgt für die Organisation im Spiel der Ritter und hat sich in den ersten Spielen als unersetzlicher Bestandteil der Knights gezeigt. Mit ihm folgten dann auch bessere Leistungen. Der erste Erfolg kam beim Auswärtsspiel gegen die Uni Baskets Paderborn, die bereits in Heidelberg gezeigt haben, dass die Mannschaft starke individuelle Qualität besitzt.

Auch in Niederlagen sahen die Knights auf einmal viel besser aus als noch zuvor. Eine 4-Punkte Niederlage gegen die NINERS Chemnitz und eine vermeidbare Overtime-Niederlage bei den Nürnberg Falcons haben das Potenzial der gut geführten Mannschaft gezeigt. Am vergangenen Wochenende folgte dann ein Ausrufezeichen mit einem deutlichen Heimerfolg gegen strauchelnde PSK Lions. Zwar reicht es in der Tabelle zwar nur für den derzeit 15. Platz, jedoch zeigt die Formkurve definitiv nach oben.

McCloud ein Troublemaker

Bereits beim PreSeason Spiel Anfang September gegen die Academics ist vor allem Aufbauspieler Jalan McCloud ins Auge gefallen. Der 1,80m große US-Amerikaner zeigt eine unheimlich hohe Geschwindigkeit auf dem Feld, weshalb er sich sehr gut eigene Abschlussgelegenheiten erspielen kann. McCloud scheut sich nicht vor dem Dreipunktewurf. So riskiert er auch regelmäßig verrückte Würfe, die nicht selten ihr Ziel finden. Läuft er heiß, kann er ein Spiel an sich reißen und auch zum Entscheider avancieren.

Unter dem Korb sind die bekannten Keith Rendleman und Andreas Kronhardt unterwegs. Man darf gespannt sein, wie sich das Duell mit Phillipp Heyden und Armin Trtovac ausspielen wird. Vor allem das Rebounding ist ein entscheidendes Kriterium, das über Sieg und Niederlage entscheiden kann. Über die ganze Saison sammeln die Academics mal wieder die wenigsten Rebounds der ganzen Liga. Die Knights sind derweil im oberen Tabellendrittel anzutreffen.

Ticketinfos und Livestream

Tickets für die Partie gibt es wie gewohnt auf unserer Website unter https://www.mlp-academics-heidelberg.de/tickets. Wer nicht mit live vor Ort sein kann, dem sei der Livestream von airtango.live zu empfehlen.

Spielort: Olympiastützpunkt Rhein-Neckar, 69120 Heidelberg, Im Neuenheimer Feld 710, Spielzeit 17:00 Uhr, 17.11.2019

Text: Yannik Barwig

Foto: Thomas Disqué