Livestream powered by Tickets
25. November 2018

Ein gebrauchter Sonntagabend – Heimniederlage gegen Hanau

Die MLP Academics Heidelberg verlieren am 11. Spieltag der 2. BARMER Basketball Bundesliga mit 79-88 gegen die HEBEISEN WHITE WINGS Hanau. Mit dem Rücken zur Wand stehend erkämpften sich die Hessen einen verdienten Auswärtssieg in Heidelberg.

In einer zu Beginn umkämpften Partie konnten beide Mannschaften erste Akzente setzen. Auf Seiten der Academics konnte sich Jaleen Smith mit einem erfolgreichen Dreipunktewurf in die Scorerliste eintragen. Bei Hanau war es derweil Alexander Angerer, der bei einem erfolgreichen Wurf gefoult wurde und an der Freiwurflinie das Spiel zum 7-7 ausglich. Mit der Einwechslung von Kapitän Phillipp Heyden konnten sich die Heidelberger langsam aber sicher absetzen und die Partie positiv gestalten. Mit zwei sehenswerten Dunkings wird er sich dazu in den Highlights der Woche wiedersehen. Hanau hatte derweil Schwierigkeiten mit der konzentrierten Defensivleistung der Academics. Mit 20-16 konnten die MLP Academics Heidelberg das erste Viertel für sich entscheiden.

Mit der 4 Punkte-Führung im Rücken versuchten die Academics, das Tempo des Spiels zu diktieren. Nach dem erfolgreichen Distanzwurf letzte Woche entschied sich Phillipp Heyden, eine kleine Serie aufzubauen, indem er auch im zweiten Spiel in Folge einen Dreipunktewurf verwandelte. Hanau hielt sich jedoch nun selbst gut im Spiel. Immer wieder gelang es dem Team um Rückkehrer Kalidou Diouf, schwierige Würfe zu treffen. Vor allem Lucquon Choice lief nun heiß und konnte den zwischenzeitlichen 7 Punkte-Rückstand bis auf einen Punkt reduzieren. Head Coach Branislav Ignjatovic konnte mit der Leistung seiner Mannschaft nicht zufrieden sein und nahm folgerichtig seine zweite Auszeit des Abends. Doch Hanau hatte nun einen Lauf und ging durch einen Dreipunktewurf aus der Ecke in Führung. Als Folge von nur 16 erzielten Punkten verlor Heidelberg das Viertel mit 10 Punkten und handelte sich zur Halbzeit einen 36-42 Rückstand ein.

Die zweite Halbzeit

Die zweite Halbzeit startete nicht wie gewünscht mit einer schnellen Aufholjagd. Es kam anders und Lucquon Choice erhöhte den Vorsprung bis auf 12 Punkte. Branislav Ignjatovic musste nach weniger als drei Minuten bereits seine erste Timout nehmen. Zwar konnte Shyron Ely mit seinem 3er seine Mannschaft wieder näher heranführen, jedoch kontrollierten die Hessen weiterhin das Spiel. Alles lief für die White Wings, die ihr Potenzial voll aufs Parkett brachten. Heidelberg versuchte zwar, den Rückstand zu verkürzen, fing sich aber immer wieder gegnerische Fastbreaks ein, was den Abstand auf 22 Punkte anwachsen ließ. Das Viertel endete mit einem Spielstand von 48-70 für Hanau.

Aufgeben wollte sich das Heidelberger Team im letzten Viertel sichtlich nicht, jedoch war der Vorsprung einfach schon zu groß. In der Offensive haben die Heidelberg nicht die notwendigen Mittel gefunden, um die gut eingestellte Defense der Hanauer aus den Angeln zu heben. Mitte des letzten Viertels musste Coach Branislav Ignjatovic das Spiel nach seinem zweiten technischen Foul verlassen. Auch die Umstellung auf eine Zonenverteidigung ließ das Spiel nicht mehr in eine andere Richtung drehen. Das Momentum war jetzt endlich auf Seiten der Academics. Ein erfolgreicher Dreipunktewurf von Eric Palm und ein Jumper von Dan Oppland verkürzten den Vorsprung auf 14 Punkte. Hanaus Coach Simon Cote sah sich zu seiner zweiten Auszeit im letzten Viertel gezwungen. Hätte man mit der Intensität verteidigt, wie man es die letzten fünf Minuten tat, so wäre hier durchaus ein weiterer Heimsieg möglich gewesen.

Die Niederlage der MLP Academics Heidelberg ist nicht unverdient, da die Intensität in der Offense und Defense sowohl im zweiten als auch im dritten Viertel nicht für einen Sieg in dieser ausgeglichene Liga ausreicht. Auf Seiten der Heidelberger war Eric Palm mit 21 Punkten bester Scorer. Für die HEBEISEN WHITE WINGS Hanau war Lucquon Choice mit 26 Punkten am erfolgreichsten. Eine Niederlage nach vielen guten Leistungen ist definitiv kein Beinbruch, tut jedoch weh für die Mannschaft aus Heidelberg. Die Mannschaft hat jedoch gezeigt, dass sie Charakter hat und in einer schwierigen Situation weiter arbeitet und nicht aufgibt.

Stimme zum Spiel

Branislav Ignjatovic:

Ich muss mich an erster Stelle entschuldigen für mein Verhalten. Ich habe die Mannschaft im Stich gelassen. Sicherlich war ich mit der Leistung der Mannschaft nicht zufrieden, jedoch gibt es keinen Grund, so aus der Haut zu fahren. Eine definitiv verdiente Niederlage, da wir ohne Intensität verteidigt haben. Bei Choice haben wir große Probleme gehabt. Er hat das Spiel an sich gerissen, und wir hatten keine Mittel dagegen. Der Tabellenplatz hat in dieser Liga scheinbar nichts auszusagen, was wir bereits des öfteren diese Saison gesehen haben. Wir haben heute einen großen Schritt in Richtung Playoffs verpasst, weshalb eine gute Vorstellung nächste Woche in Stuttgart gegen Kirchheim von hoher Bedeutung ist.

Stats

Für Heidelberg spielten. Würzner (2 Punkte, 1 Rebounds, 4 Assists), Smith (3,2,1), Schmitt (0,01), Ely (18,6,6), Liyanage (0,0,1), Palm (21,0,1), Ney (4,1,1), Heyden (19,7,0), Aichele (0,0,0), Oppland (12,6,3), Schöpe (0,0,0), Brunnenkant (0,0,0)

Für Hanau spielten: Talley (12,2,3), Eichler (2,2,2), Jönke (12,2,5), Pinson (12,6,2), Woods (5,4,1), Choice (26,3,2), Angerer (11,4,2), Nicolay (0,0,0), Diouf (9,7,1)

Foto: Thomas Disqué