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19. Januar 2015

Großer Kampf sichert wichtigen Auswärtssieg

Mit einer kämpferisch herausragenden Leistung gewinnen die MLP Academics Heidelberg bei den Hamburg Towers nach einer nervenaufreibenden Partie und zweifacher Overtime mit 95-92. Somit setzten die Heidelberger nicht nur ihren Lauf von nunmehr fünf Siegen in Serie fort, sondern machen auch einen großen Schritt in Richtung Playoffs.

Frenkie Ignjatovic vertraute zu Beginn auf die identische Formation wie auch beim Sieg vergangenen Sonntag gegen die Bayer Giants Leverkusen. Er schickte Bradley Tinsley, Kelvin Martin, Nico Adamczak, John Eggleston und Waverly Austin auf das Parkett. Die Hamburg Towers kamen im heimischen „InselPark“ besser in die Partie und konnten sich so bis zu Spielminute drei einen 12-7 Vorsprung herausspielen. Bis zu Spielminute sieben änderte sich daran auch wenig, sodass die Towers in Person von Terry Thomas auf 19-13 erhöhen konnten. Die MLP Academics kämpften sich jedoch immer besser in das Spiel und konnten bis zum Viertelende auf 20-21 verkürzen.

Das zweite Viertel begann ausgeglichen wie das vorangegangene. Erst nach zwei gespielten Minuten konnte Waverly Austin die ersten Heidelberger Punkte dieses Viertels zum 24-23 erzielen. Die Heidelberger zwangen Towers-Coach Hamed Attarbashi nach weiteren zwei gespielten Minuten und einem Stand von 24-25 zu einer Auszeit. Diese veränderte aber nichts am Spielverlauf. Die Partie blieb auch in der Folge sehr zerfahren, auf beiden Seiten des Spielfeldes wollte über drei Minuten kein Punkterfolg gelingen ehe Kelvin Martin nach einem Steal per Korbleger vollendete. Bradley Tinsley netzte in den beiden folgenden Angriffen fünf Punkte ein. Doch Hamburg konterte erfolgreich und startete seinerseits einen 17-2 Lauf. In dieser Phase spielte sich besonders  von Michael Wenzl in den Vordergrund. Halbzeitstad 40-32 für Hamburg.

MLP Academics mit souveränem dritten Viertel

Nach der Halbzeit kamen die Spieler von Frenkie Ignjatovic deutlich konzentrierter aus der Kabine und trafen bereits nach etwas mehr als zweieinhalb gespielten Minuten zum 41-41 Ausgleich. Zuvor hatten sowohl Austin, Tinsley als auch Martin gepunktet. Defensiv standen die MLP Academcis in dieser Phase sehr sicher. Im weiteren Verlauf dieses Viertels kämpften sich die Towers jedoch zurück und ließen den Heidelbergern keine Möglichkeit,  einen Lauf zu starten. Dennoch führten die Heidelberger vor dem Schlussabschnitt mit 55-50.

In das vierte Viertel starteten die Towers besser und ließen bis zum Korbleger von Bradley Tinsley zum 57-56 (Spielminute 32)  keine weiteren Punkte zu. In Folge dessen wogte das Spiel weiter hin und her. Weder die MLP Academics noch die Hamburger konnten die sich ihnen bietenden Gelegenheiten nutzen. Viele Fouls und Turnover unterbrachen zudem zum Ende des vierten Viertels den Spielfluss, doch erneut konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen. Zum Ende der regulären Spielzeit stand es 71-71, sodass eine Verlängerung her musste, um über Sieg oder Niederlage zu entscheiden. Spannung pur! Waverly Austin sowie Jack Eggleston spielten hierbei keine Rolle mehr, da sie zuvor mit jeweils fünf Fouls das Feld verlassen mussten.

Erste Overtime bringt keinen Sieger hervor

Auch in der Verlängerung konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen. Die MLP Academics bewiesen zwar Nervenstärke und erzielten neun ihrer 15 Punkte in dieser Verlängerung von der Freiwurflinie, jedoch konnten sie keinen entscheidenden Vorsprung herausspielen. Auch nach diesem Viertel leuchtete mit einem Spielstand von 84-84 erneut ein Unentschieden von der Anzeigentafel. (Mindestens) eine weitere Overtime war nötig, um den Sieger dieser spannenden und auch Dank ausverkaufter Halle stimmungsvollen Partie zu küren.

Zu Beginn dieser klaute Kelvin Martin seinem Gegenspieler den Ball (er kam am Ende der Partie auf herausragende 9 Steals) und konnte nur durch ein Foul am Korberfolg gestoppt werden. Martin verwandelte zwar nur einen seiner beiden Freiwürfe, jedoch zeigte sich nicht nur in dieser Situation der unbedingte Siegeswille der Mannschaft von Frenkie Ignjatovic. Das Team stand weiterhin defensiv gut und verteidigte hart. Auch nach dem fünften persönlichen Foul von Tony Criswell spielte das Team weiter selbstbewusst und gewann am Ende auch dank der mentaler Stärke mit 95-92.

Mit dem Sieg bei einem direkten Konkurrenten machen die MLP Academics Heidelberg einen großen Schritt in Richtung Playoffs und verbessern sich auch in der Tabelle auf Platz fünf mit nunmehr 24 Punkten. Das nächste Heimspiel findet am kommenden Sonntag, den 25.01 um 17 Uhr im OSP statt. Gegner ist dann der aktuell Tabellenfünfzehnte Ehingen/Urspring.

Für Heidelberg spielten: Tinsley 28 Punkte/ 6 Rebounds/ 5 Assists, Martin 9 / 9 / 9 Steals, Austin 15, Adamczak 14,  Menck 8, Criswell 2, Smith 1 und Eggleston

Für Hamburg spielten: Thomas 25/8, Ferguson 19, Wenzl 19/8, Kittmann 8/7, Barnes 7, Fumey 4, Rockmann 3, Hain 3, Kiese 2, Murillo 2 und Stielow

Frenkie Ignjatovic nach dem Spiel:

„Man freut sich natürlich über jeden Sieg, aber speziell natürlich in solch knappen und engen Spielen. Wir sind froh, diesen Sieg eingefahren zu haben. Man merkt, wie auch schon in den letzten Wochen, dass die Mannschaft ein gutes und starkes Selbstvertrauen hat. Wir konnten heute den Druck in der Verteidigung hochhalten und auch trotz unserer schwachen Phase in den 2 ½ Minuten vor der Halbzeit bin ich sehr zufrieden mit unserer Leistung. Am Schluss hatten wir mit den zwei erfolgreichen Dreiern natürlich auch etwas Glück, letztendlich hat aber die Mannschaft gewonnen, die den Sieg mehr wollte.“

Lukas Robert