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15. Oktober 2018

Erste Heimniederlage der Saison

Im zweiten Heimspiel setzt es die erste Niederlage gegen das Bamberger Farmteam aus Baunach

Am vergangenen Wochenende hatten die Academics spielfrei. Eine gute Gelegenheit also, das Baunacher Heimspiel gegen die PSK Lions aus Karlsruhe live unter airtango.live zu begutachten. Hierzu traf man sich extra im Konferenzraum von Partner Heidelberg IT.  Es war bald ersichtlich, dass die Hechte gerne den schnellen Abschluss suchten, um zu einem Korberfolg zu kommen. Jeder freie Wurf wurde umgehend genommen, jeder mögliche Fastbreak gesucht. Es war also klar, was es zu verhindern galt.

Die Academics starteten mit Würzner, Smith, Ely, Oppland und Heyden in die Partie. Die Young Pikes spielten von Beginn an mit einer hohen Intensität und mit, welch Überraschung, viel Tempo. Folgerichtig stand es nach nur knapp über fünf Minuten 13:5 für die Gäste aus Franken. Vorne wollte einfach nichts durch die Reuse fallen. Doch während sich die Heidelberger vergeblich um mögliche Offensivrebounds bemühten, schnappten sich die Baunacher Youngster Rebound um Rebound und nutzten diese für erfolgreiche Fastbreaks. Zu langsam begaben sich die Heidelberger Spieler in dieser Phase zurück in die Verteidigung. Auch in der Folge änderte sich das Geschehen kaum und so stand am Ende des Viertels ein ernüchterndes 15:24 auf der Anzeigetafel. Im dritten Spiel das dritte Mal, dass man das erste Viertel nicht als Sieger beendete.

Die für das nahezu sommerliche Wetter zahlreich erschienenen Zuschauer hofften auf eine schnelle Wende. Doch sie sahen sich zunächst getäuscht. Weiterhin war es Baunach, das sich Punkt um Punkt absetzten und nur dank einer schwachen Ausbeute von der Freiwurflinie nicht noch höher in Führung gehen konnten. Dennoch stand es nach 12 Minuten 29:15 für den Gast. Erst zum Ende der ersten Halbzeit gelang es den Heidelbergern, auf 5 Punkte ranzukommen und somit auf 32:37 zu verkürzen.

Sollte nun also die Wende in der zweiten Hälfte kommen? Zunächst sah es nicht danach aus, denn defensiv war man weiterhin nicht auf der Höhe. Ein freier Dreier von Keppeler und ein weiterer durch Kullamäe nach mehreren leicht hergeschenkten Offensiv-Rebounds ließ wenig Raum zur Hoffnung. Als Henri Drell vier Minuten vor Ende des dritten Viertels zudem zur 53:40 Führung einnetzte, sah sich Frenki Ignjatovic zu einer weiteren Auszeit gezwungen. Diese zeigte anscheinend Wirkung, denn durch einen 10:0 Lauf kam man auf 50:53 ran. Endlich war die Partie wieder offen und die Unterstützung von den Rängen war auf dem Höhepunkt.

Durch einen langen Mitteldistanzwurf von Phillipp Heyden konnte man sogar auf einen Punkt verkürzen und die Wende schien endgültig eingeläutet. Baunach schien zunehmend konfus, beging einige unnötige Turnover, aber die Heidelberger Spieler konnten die anhaltende Schwächephase der Baunacher nicht ausnutzen und verzettelten sich nun selbst mit etlichen einfachen Ballverlusten und unerklärlichen Fehlwürfen.  Die Partie war fortan auf beiden Seiten von Nervosität geprägt und schwappte so vor sich hin. Beim 58:60 bei noch 4 Minuten zu spielen war man, wenn man es mit den Korbjägern vom Neckar hielt, guter Dinge, dass man das Spiel noch irgendwie nach Hause bringen würde. Die Abschlussschwäche hingegen blieb bestehen. Fast drei Minuten lang gelang kein einziger Punkt, und somit stand es trotz vier weiterer Fehlversuche der Baunacher von der Freiwurflinie gut eine Minute vor Ende 58:71. Das Spiel war entschieden und die Freude auf Baunacher Seite nach dem finalen Buzzer zu Recht riesig.

Auf Heidelberger Seite scorten Ely 15 (1), Heyden 12 und Palm 10 (2) zweistellig