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30. Oktober 2020

Einer Härtetest mit großer Tradition

Am Sonntag (18:00 Uhr) heißt es für die zweite Woche in Folge an einem Sonntag Spieltag für unsere MLP Academics Heidelberg. Am 3. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga wartet mit den Bayer Giants Leverkusen das erste Auswärtsspiel der Saison.

Guter Start in die Saison

Mit einem Sieg startete die Mannschaft von Branislav Ignjatovic sehr erfolgreich in die Saison. Beim deutlichen Erfolg gegen die Nürnberg Falcons wurden die Zuschauer teils von sehr gutem Basketball begeistert. Vor allem Sa’eed Nelson sorgte für einige staunende Gesichter im Rund des Olympiastützpunktes. Mit seiner Athletik konnte er immer wieder zum Korb ziehen und seine Verteidiger im direkten Duell schlagen. Besonders gefährlich wurde es in Pick ´n Roll Situationen, wenn sich Big Men mit dem 22-jährigen beschäftigen mussten. Mit 17 Punkten und 4 Assists feierte Nelson ein durchweg gelungenes Profidebut, bei dem er selbst nach dem Spiel aber noch viel Luft nach oben sah:

„Nicht alles hat bei mir funktioniert. Ich hatte ein paar sehr wilde Abschlüsse, bei denen ich mehr meine Mitspieler finden muss. Es ist natürlich eine Umstellung auf das europäische Basketball. Ich bin mir sicher, dass ich von Spiel zu Spiel besser werde.“

Neuzugang Jordan Geist

Ein weiterer Neuzugang wurde seinen Erwartungen beim ersten Spiel definitiv gerecht. Die Rede ist von Jordan Geist. Die Heidelberger Nummer 15 kam zwar nur von der Bank, brachte jedoch in seinen 27 Minuten auf dem Parkett sehr viele Qualitäten ins Academics-Spiel. Mit 17 Punkten, 11 Rebounds und 5 Assists war Geist an allen Ecken und Enden des Feldes anzutreffen. Der 23-jährige US-Amerikaner brachte neben Nelson viel Tempo in die Partie und sorgte so immer wieder für einfache Punkte für sich selbst, aber auch für seine Teamkollegen.

Unter dem Korb war es derweil Phillipp Heyden, der sich sichtlich wohl auf dem Parkett fühlte. Der Heidelberger Kapitän füllte die Statistiken mit 13 Punkten und 7 Rebounds in 19 Spielminuten sehr gut, zeigte sich aber vor allem als Führungsspieler auf dem Parkett. Er dirigierte seine Teamkollegen vor allem in der Defensive und sorgte damit für eine wichtige Stabilität unter dem Korb. Dass dann in der Offensive viel funktionieren würde, war Heyden nach dem Spiel klar: „Wir brauchen in dieser Saison viel defensive Stabilität. Daraus ergeben sich dann gute Möglichkeiten in der Offensive, wo wir eine unheimlich hohe Qualität haben und Gegnern richtig weh tun können.“

Mit Leverkusen wartet nun ein Gegner auf Phillipp Heyden und Co. der im Sommer auf dem Transfermarkt sehr aktiv war und als Playoffaspirant zu zählen ist. Die ersten beiden Spieltage bestätigen diese Einschätzung. Einem 80-76 Erfolg gegen Phoenix Hagen folgte eine denkbar knappe 86-83 Niederlage gegen den ProA-Topfavoriten aus Rostock. Unter dem Korb sind die Giganten besonders gut aufgestellt. Mit Eddy Edigin, Dennis Heinzmann und Marko Bacak sind drei Spieler im Kader von Hansi Gnad, die allesamt ein Spiel mit ihren Fähigkeiten entscheiden können.

Vor allem vor Bacak hat Branislav Ignjatovic höchsten Respekt:

„Marko Bacak hat im vergangenen Jahr seine Qualitäten in Schwenningen unter Beweis gestellt. Er ist ein modernen Center mit viel Talent und einem guten Wurf.“

Ein ganz besonderes Auge müssen die Academics derweil auf JJ Mann werfen. Der US-Amerikaner ist zwar auf dem Papier ein Power Forward, kann jedoch alle Positionen auf dem Flügel mit seiner Spielweise begleiten. Mit der Erfahrung aus der BBL, aber auch anderen europäischen Ligen ist Mann ein sehr erfahrener Spieler, der vor allem mit seinem Wurf dem Gegner viel Kopfschmerzen bereiten kann. Ihn aus dem Spiel zu nehmen scheint einer der Hauptaufgaben zu werden, um den zweiten Sieg der Saison einzufahren.

Insgesamt wollen sich die Spieler der MLP Academics Heidelberg aber vor allem auf sich selbst konzentrieren. Bereits gegen Nürnberg hat man die individuelle Fähigkeit im Kader der Academics sehen können. Es wird zwar noch einige Spiele dauern, bis sich die Abläufe der Spieler automatisieren, jedoch kann man vor allem zum Beginn einer Saison mit gerade dieser individuellen Qualität Spiele gut für sich entscheiden.

Text: Yannik Barwig

Foto: Thomas Disqué