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1. Februar 2020

Ein Sieg des Willens

Die MLP Academics Heidelberg gewinnen am 23. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga mit 94-96 gegen die Uni Baskets aus Paderborn. Garant für den Sieg war Zamal Nixon mit 16 Punkten und 13 Assists. Topscorer war derweil DaVonté Lacy mit 25 Punkten.

Die Uni Baskets Paderborn hatten einen guten offensiven Start in die Partie. Da die Academics ohne den verletzten Phillipp Heyden spielen mussten, attackierte Paderborn immer wieder den Korb der Heidelberger. So war es der Ex-Academic Martin Seiferth, der die gut gefüllte Halle in Stimmung brachte. Beim Stand von 18-11 zog Branislav Ignjatovic seine erste Auszeit. Unzufrieden war der Serbe vor allem mit der laschen Verteidigungsleistung, die zu einfache Punkte erlaubte. Auch in den verbleibenden Spielminuten gelang es Heidelberg nicht, besser zu verteidigen, weshalb ein Viertelergebnis von 24-15 verbucht wurde.

Mit einem 8-0 Lauf starteten die Academics das zweite Viertel, dank zweier Dreipunkteerfolge von Grant Teichmann, der nach der Partie gegen Chemnitz mit sichtlich mehr Selbstvertrauen auftrat. Nach einer Auszeit Paderborns wechselte das Momentum jedoch wieder direkt. Mit einem 10-0 Lauf ergab sich der erste zweistellige Rückstand des Abends für die Academics in der 15. Spielminute. Bei den Heidelbergern hatte DaVonté Lacy Schwierigkeiten, sich Freiräume zu erarbeiten, die er in den vergangenen Spielen herausspielte. Seine Punkte waren jeweils sehr umkämpft und hart heraus gearbeitet. Unter dem Strich ging es beim Stand von 48-42 für Paderborn in die Halbzeitpause.

Nixon, Teichmann, Lacy, Liyanage und Jelks. So hieß die etwas ungewöhliche Aufstellung der Academics zum Auftakt der zweiten Halbzeit. Mit dieser gelang es jedoch, bis auf einen Punkt an die Uni Baskets heranzukommen. Weiterhin reichte es aber nicht, zum ersten Mal an diesem Abend die Führung zu übernehmen. Acht Punkte in Folge von Marc Liyanage änderten dies dann und die Academics gingen mit 56-57 in Führung. Es schien sich ein offener Schlagabtausch zu entwickeln, bei dem das Paderborner Publikum versuchte, den Unterschied auszumachen.  Die Academics agierten im dritten Viertel aber vor allem defensiv besser und verdienten sich damit auch die 64-69 Führung vor dem letzten Viertel.

Auch der Start ins letzte Viertel gehörte den Academics, die angeführt von einem starken Zamal Nixon auf 66-76 erhöhten. Doch Paderborn gab sich lange noch nicht auf. Drei Fastbreaks in Folge führten dazu, dass das Spiel wieder auf Messers Schneide stand. Es stand nämlich nur noch 74-78 für Heidelberg. Es ging hin und her und jeder einzelne Punkt war umkämpft wie noch selten in dieser Saison. Man spürte beiden Teams an, dass es ein direktes Duell um die Playoffs war. Demetrius Ward vollendete ein Dreipunktespiel zwei Minuten vor dem Ende zum 86-88. Eine Minute vor dem Ende stand erneut ein Paderborner an der Freiwurflinie, als Kendale McCullum auf 88-90 verkürzte. Im nächsten Angriff servierte Zamal Nixon wunderschön für Seabstian Schmitt, der den Vorsprung auf 4 Punkte brachte. Doch erneut durfte Kendale McCullum an die Freiwurflinie und verkürzte auf 90-92. Im Gegenangriff wurde jedoch Zamal Nixon gefoult, der sicher blieb von der Freiwurflinie und den alten 4-Punkte Vorsprung wieder herstellte. Von diesem Rückstand erholten sich die Uni Baskets nicht mehr.

 

Branislav Ignjatovic:

Paderborn ist echt eine super starke Mannschaft. In der ersten Halbzeit haben wir Probleme gehabt, das Pick n´Roll gut zu verteidigen. Wir haben dann mehr Small-Ball in der zweiten Halbzeit gespielt und so die Stärken von Paderborn besser kontrolliert. Offensiv haben wir dann auch teilweise gute Würfe herausgespielt. Zamal Nixon und DaVonté Lacy haben heute wieder sehr gut gespielt. Besonders stolz bin ich aber auf Marc Liyanage, der heute mal im Spiel gezeigt hat, was wir sonst immer nur im Training sehen.

Stats:

Heidelberg: Nixon (16 Punkte, 2 Rebounds, 13 Assists), Würzner (0,0,4), Schmitt (2,1,2), Liyanage (16,1,1), Teichmann (9,0,0), Trtovac (12,5,1), Jelks (2,2,0), Eberhard (14,4,2), Lacy (25,5,1)

Paderborn: Trapp (15,2,4), Mixich (10,5,7), Döring (0,0,0), McCullum (14,5,6), Seiferth (18,4,0), Logan (15,2,3), Buntic (0,3,0), Ballhausen (0,0,0), Reuter (0,6,2), Benzinger (0,0,0), Ward (22,7,4)

Text: Yannik Barwig

Foto: Thomas Disqué