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26. Januar 2020

Dominante NINERS eine Nummer zu groß für Academics

Die MLP Academics Heidelberg verlieren am 22. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga mit 85-102 gegen die NINERS Chemnitz. Bester Spieler auf Seiten der Niners war Terrell Harris, der mit 25 Punkten, 7 Assists und 5 Rebounds ein starkes Spiel zeigte. Bei den Academics war es erneut Zamal Nixon, der mit 22 Punkten, 3 Assists und drei Rebounds auf sich aufmerksam machte.

Dass Chemnitz nach 17 Siegen in Folge mit einem hohen Selbstvertrauen antreten würde war klar. In den ersten Minuten war jeden im Olympiastützpunkt klar, weshalb die Mannschaft des argentinischen Coaches Pastore der Spitzenreiter der BARMER 2. Basketball Bundesliga ist. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem beide Mannschaften sehr erfolgreich von der Dreipunktelinie agierten. Einige Unachtsamkeiten der Academics führte zur ersten Auszeit der Partie und einer 16-20 Führung für die Gäste. Chemnitz zeigte in der Defensive einige Unachtsamkeiten, war aber offensiv nur schwer zu stoppen, weshalb es beim Stand von 23-25 in die erste Viertelpause ging.

Die zweiten 10 Minuten starteten dann sehr stark für die Niners, die langsam aber sicher wegzuziehen schienen. Angeführt vom starken Niklas Würzner konnte der Vorsprung zunächst jedoch nicht zu hoch anwachsen. Immer wieder setzte das Eigengewächs seine Mitspieler in Szene, die zu vollenden wussten. Doch die individuelle Qualität des Tabellenführers machte den Academics zu schaffen. „Zu viele einfache Punkte“, sagte Branislav Ignjatovic nach der Partie auf der Pressekonferenz. Zum zweiten Mal in dieser Saison kassierten die Academics mehr als 50 Punkte in einer Halbzeit. Damit ging es mit einem 9 Punkte Rückstand in die Halbzeit.

Zwei Minuten waren in der zweiten Halbzeit gespielt, bis Branislav Ignjatovic seine erste Auszeit nehmen musste. Zu viele Ballverluste machten das Leben der Niners zu einfach, wenn man den Favoriten bezwingen wollen würde. Dazu war die Dreipunktequote von Chemnitz sehr stark. Jeder von den neun eingesetzten Spielern war gefährlich und konnte in jeder Sekunde den Unterschied ausmachen. War der Vorsprung zwischenzeitlich schon auf 14 Punkte angewachsen, arbeiten sich die Academics zurück in die Partie (59-66). Bis zur letzten Viertelpause blieb der Abstand konstant.

Den besseren Start in das letzte Viertel hatten erneut die Niners, die wieder für einen zweistelligen Abstand sorgten. Nach einem artistischen Korbleger von Jan Niklas Wimberg war der Vorsprung der Niners gar wieder auf 13 Punkte angestiegen und bei noch sieben zu spielenden Minuten eine kleine Vorentscheidung. Zwar versuchten die Academics nochmal alles, um das Comeback möglich zu machen, jedoch erwiesen sich die Niners als zu ausgeglichen und gut. So gab es bis zum Spielende keine Phase, in der man das Gefühl hatte, dass Chemnitz das Spiel verlieren könnte.

Branislav Ignjatovic:

Herzlichen Glückwunsch an Chemnitz. Sie spielen eine sensationelle Saison und sind der große Favorit auf den Aufstieg. Wir haben zu viele Fehler gemacht und insgesamt zu oft Fastbreaks abgegeben. Wir wussten, dass wir nicht alles den Niners wegnehmen können. Wir wollten ihnen die einfachen Punkte unter dem Korb wegnehmen. Dies haben wir auch teilweise ganz gut gemacht, wurden dann aber von draußen zerschossen. Es war bestimmt kein gutes Spiel von uns, jedoch konnten wir auch einige positive Momente heute sammeln.

Stats:

Heidelberg: Nixon (22 Punkte, 3 Rebounds, 3 Assists), Würzner (4,6,8), Schmitt (1,0,1), Liyanage (0,1,0), Teichmann (11,1,0), Trtovac (10,8,0), Jelks (3,3,0), Eberhard (11,4,0), Heyden (11,2,0), Lacy (12,4,5)

Chemnitz: Carter (12,1,3), Harris (25,5,7), Ziegenhagen (14,0,1), Matthews (13,5,3), Figge (2,1,2), Richter (8,6,4), Wimberg (6,5,1), Johnson (9,5,2), Elliott Jr. (11,2,1), Hoppe (2,0,1)

Text: Yannik Barwig

Foto: Thomas Disqué