14. Juli 2022

Der Point Guard ist gefunden

Auf der wichtigen Position des Spielmachers wird für die MLP Academics in der neuen Spielzeit der US-Amerikaner Eric Washington auflaufen, der in der vergangenen Saison schon für die NINERS Chemnitz als Nachverpflichtung Bundesliga-Luft schnuppern konnte. Im System von Coach Joonas Iisalo wird Washington, der einen Ein-Jahres-Vertrag unterzeichnet, viel Verantwortung als Kreativspieler tragen und die Chance bekommen, sich auf BBL-Niveau endgültig zu beweisen.

Nach einem Saisonstart in der zweiten französischen Liga, der nur als dominant bezeichnet werden kann – 21,4 Punkte, 4 Rebounds und 6,1 Assists legte Washington für Aix Maurienne Savoie Basket auf – verpflichteten die NINERS Chemnitz den 1,83 Meter großen Aufbauspieler im Dezember des vergangenen Jahres. Dort konnte der Point Guard, der am 23. Juni seinen 29. Geburtstag feierte, nicht ganz an seine Leistungen der ersten Saisonhälfte anknüpfen, zeigte in seinen insgesamt 23 Einsätzen für die NINERS aber gute Ansätze. So auch gegen die MLP Academics, denen er beim Chemnitzer Auswärtssieg in Heidelberg neun Punkte einschenkte, wozu er vier Assists verteilte und drei Ballgewinne ergattern konnte.

Heidelberg als nächster Schritt

Der Point Guard zeite in seinen insgesamt 23 NINERS- Einsätzen sehr gute Ansätze. Foto: Jan Stimpel – JSpictures.de

In der vergangenen easyCredit BBL-Saison legte Washington, der in Columbia, South Carolina, aufwuchs, im Schnitt 7,8 Punkte, 1,7 Rebounds und 2,8 Assists pro Spiel auf und konnte vor allem mit seinem Zug zum Korb überzeugen. Dass er den Distanzwurf aber durchaus im Repertoire hat, konnte er unter anderem in Frankreichs zweiter Spielklasse, der LNB ProB, aus der die Iisalo-Brüder in der vergangenen Saison den späteren BBL-MVP Parker Jackson-Cartwright nach Bonn holten, unter Beweis stellen, wo er 38,2 Prozent seiner Dreier verwandeln konnte. Dabei ist die zweite französische Liga nicht der einzige europäische Wettbewerb, in dem Washington seine Qualitäten als Offensivmotor einer Mannschaft beweisen konnte.

Foto: Jan Stimpel – JSpictures.de

Nach seinem Abgang von der Miami University im US-Bundesstaat Ohio im Jahr 2016, lief der neue Academics-Point Guard zunächst in der obersten Spielklasse Zyperns auf, danach in der höchsten Spielklasse Bosnien-Herzegowinas und daraufhin zwei Jahre in Ungarns erster Liga. An jeder seiner Stationen konnte der physisch starke Guard überzeugen und steigerte dabei seine Punkteausbeute konstant von Jahr zu Jahr.

Erzielte er in seinem ersten Profijahr auf Zypern noch 13,1 Punkte pro Spiel, waren es 2020/21 in Ungarn ganze 19,8 Zähler, die Washington durchschnittlich auflegte.

Viel Verantwortung als Kreativspieler 

Diese Aufstiegsgeschichte möchte Washington in Heidelberg weiterschreiben und dabei zeigen, dass er auch auf dem für ihn bisher höchsten Niveau ein Team erfolgreich führen kann. Joonas Iisalo hat dabei großes Vertrauen in die Qualitäten seines neuen Aufbauspielers:

Wir wollten einen Point Guard verpflichten, der vor allem in der Transition, nach Blöcken und aus der Isolation heraus Chancen kreieren kann. Dazu war uns wichtig, dass dieser Spieler defensiv mit Einsatz und Leidenschaft spielt. Ich glaube, dass wir mit Eric genau einen solchen Spieler gefunden haben. Er hat in den vergangenen Spielzeiten die unteren Ligen dominiert und ich denke, Eric will allen beweisen, dass er auch in der BBL ein hochklassiger Point Guard sein kann.

Auch Berater Alex Vogel ist der festen Überzeugung, dass die MLP Academics der nächste Schritt nach vorne in der Karriere des Eric Washington sein können:

Mit Eric haben wir unseren Wunschspieler für die Position des Point Guards für die kommende Saison verpflichtet. Er ist ein Scorer, der viel Tempo hat, in die Zone kommt und auch seine Mitspieler sehr gut in Szene setzt. Auf der anderen Seite ist er ein Spieler, der defensiv am Ball viel Druck machen kann. In den Gesprächen wurde deutlich, dass er nach der vergangenen – nicht optimalen – Spielzeit sehr motiviert ist, der BBL und den Fans in Deutschland zu zeigen, welch guter Spieler er ist. Wir sind happy, in der kommenden Saison zusammen angreifen zu können.

Eric freut sich schon ebenfalls, sein Können künftig in Heidelberg unter Beweis zu stellen:

Ich freue mich darauf, in der kommenden Saison für Heidelberg zu spielen und dabei zu helfen, diese Organisation aufzubauen und zum Erfolg zu führen. Ich möchte mich für die Gelegenheit bedanken und kann es nicht erwarten, mich an die Arbeit zu machen.

Herzlich Willkommen in Heidelberg, Eric!