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9. Oktober 2016

Den MLP Academics werden die Grenzen aufgezeigt

Die MLP Academics Heidelberg waren – aufgrund des positiven Saisonstarts – mit viel Vorfreude zum Spiel nach Trier gereist.  Von den Gladiators erhielten sie am Samstagabend jedoch eine 46-84-Lehrstunde.

Mit einer großen Portion Selbstbewusstsein und viel Vorfreude sind die MLP Academics am Samstag in Richtung Trier aufgebrochen – zurückgekommen sind sie mit einer Klatsche im Gepäck; und mindestens ebenso viel Arbeit. Am Abend waren die Kurpfälzer den Moselstädtern lediglich in den ersten drei Spielminuten ein Gegner.

Nachdem Vance Hall durch einen Korbleger seinen Farben 6-5 in Führung gebracht hatte, begann die Maschinerie der Gladiatoren auf Hochtouren zu Laufen. Und damit nahm das Übel seinen Lauf. Bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt (10. Minute) war der Vorsprung deutlich: Der 21-14-Viertelzwischenstand dabei ein deutlicher Fingerzeig. Aufgrund vier erfolgreicher Freiwurfversuche von Devin White – der als einer der wenigen Heidelberger auf Normalniveau kam – bröckelte die Führung der van den Berg-Mannschaft zwar wieder etwas, wackeln tat sie jedoch nicht. Die Trierer spielten mannschaftsdienlich, effektiv in der Offensive und konzentriert in der Defensive. Sie nahmen der Mannschaft von Frenki Ignjatovic die Stärken und offenbarten die daraus resultierenden Schwachstellen. Aufgrund dessen gelang auch der Ausbau der eigenen Führung spielerisch. Von Heidelberg kam zu wenig, als, dass man die Hausherren ernsthaft hätte fordern können. Dabei war der 38-24-Halbzeitstand jedoch nur ein weiterer Teil des abendlichen Ungemachs.

Spätestens Kratzborn macht den Deckel drauf

Auch im dritten Viertel setzte sich der Spielverlauf, welcher sich in der ersten Halbzeit abgezeichnet hatte, fort. Aufgrund eines kleinen Laufes kamen die MLP Academics in Spielminute 24 zwar noch einmal auf sieben Punkte heran (42-35), doch fortan – und dann auch bis Spielende – bestimmten die Hausherren die Partie. Sie diktierten das Spielgeschehen und setzten in allen Aspekten die entscheidenden Akzente. Die Trefferquote von Downtown (56%), von der Freiwurflinie (94%) sowie die Assist- und Rebound-Überlegenheit (18 zu 6/41 zu 26) taten, gepaart mit der aggressiven Defensive, ihr Übriges: Aller spätestens mit dem Ende des dritten Viertels – Sebastian Herrera Kratzborn hatte dieses soeben mit einem Dreipunkte-Buzzerbeater aus der eigenen Hälfte abgeschlossen – war der Ausgang der Partie klar.

Auch wenn die 46-84-Niederlage in der Höhe möglicherweise etwas zu hoch ausfällt – die Heidelberger Basketballer haben eine verdiente Lehrstunde erhalten. Während vor dem Spiel die Euphorie teilweise eingegrenzt werden musste, ist nun wieder jeder Heidelberger auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Besonders bitter ist diese Landung für Moritz Nägele. Der 24-jährige Point Guard kam zu seiner Spielzeit als die Partie bereits entschieden war – und konnte dennoch nicht spielen. Denn bereits nach 49 Sekunden musste er das Parkett wieder verletzt verlassen. Eine genauere Diagnose der Knöchel-/Sprunggelenksverletzung steht noch aus.

Aufgrund des guten (3-1-)Saisonstarts ist die Niederlage zwar hart, aber zu verdauen. Sofern die richtigen Lehren gezogen werden. Um diese zu ziehen und die nötigen Änderungen einzubauen, haben Mannschaft und Trainerteam nun acht Tage Zeit. Beim Heimspiel gegen den MBC-Bezwinger, die Hamburg Towers, werden Fans und Zuschauer eine andere Mannschaft zu sehen bekommen.

Für Heidelberg spielten: Devin White 12 Punkte, Vance Hall 12, Phillipp Heyden 11, Bernard Thompson 4, Hrvoje Kovacevic 2, Albert Kuppe 2, Niklas Würzner 2, Niklas Ney 1, Christoph Rupp und Moritz Nägele.

Für Trier spielten: Brandon Spearman 24 Punkte, Johan van Zegeren 12, Sebastian Herrera Kratzborn 10, Simon Schmitz 9, Jack Eggleston 8, Thomas Grün 7, Ryan Nicholas 7, Nils Maisel 5, Johannes Joos 2, Kilian Ditz, Kevin Smit und Rupert Hennen.

Lukas Robert