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23. März 2019

Charakter bewiesen – Spiel verloren

Die MLP Academics Heidelberg verlieren am 29. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga mit 85-82 gegen die PS Karlsruhe Lions.

Ohne den verletzten Niklas Würzner starteten die MLP Academics Heidelberg mit einer guten Trefferquote in die Partie. Dank 6 Punkten von Kapitän Phillipp Heyden stand es nach weniger als drei Minuten bereits 9-2. Die Lions zeigten sich aber unbeeindruckt und fanden langsam aber sicher selbst in die Partie. Nach einem 3er von Lacy ging Karlsruhe das erste Mal in Führung (16-15). Weiterlaufend war die Partie ausgeglichen, wobei Karlsruhe mit einer 2-Punkte Führung in die erste Viertelpause ging (21-19).

Ins zweite Viertel fanden erneut die Academics den besseren Start. Viele Fouls führten dazu, dass Heidelberg bereits sieben Minuten vor Viertelende bei jedem Foul an die Freiwurflinie gehen durfte. Beim Stand von 24-29 aus Karlsruher Sicht zog Lions Coach Rudez seine erste Auszeit um seine Mannschaft wieder wachzurütteln. Mit Erfolg wie sich herausstellen sollte. Wenige Augenblicke später stand es nur noch 31-29 für Heidelberg und Coach Ignjatovic musste seine erste Auszeit nehmen. Doch die Lions hatten nun das Momentum über der Partie und gingen durch Davonte Lacy wieder in Führung (37-33). Jener Lay übernahm in dieser Zeit alleine das Spiel und war kaum zu halten und sorgte für eine 45-40 Halbzeitführung.

Die Devise für die zweite Halbzeit war es, die hohe Trefferquote der Lions in Schacht zu halten und damit wieder Kontrolle über das Spiel zu erlangen. Die Lions blieben aber ihrer guten Linie treu und erhöhten frühzeitig auf 49-42. Zwar kamen die Academics nun selbst immer wieder zu guten Abschlüssen, jedoch konterten die Lions ein ums andere Mal per Dreipunktewurf. Fehlende Konzentration in der Verteidigung und die Treffsicherheit Karlsruhes ließen nichts gutes für die Academics erhoffen. Weitere Treffer Lions sorgten für einen 12 Punkte Vorsprung zum Ende des dritten Viertels.

Es war eine kleine Sensation nötig, wenn man in diese Partie noch zurückfinden wollte. Als dann im ersten Angriff Filmore Beck mit dem 12. Dreier Karlsruhe auf 15 Punkte erhöhte, schien die Messe endgültig gelesen zu sein. Aufgeben wollten sich die Academics aber noch lange nicht. So verkürzte Jaleen Smith sechs Minuten vor dem Ende den Vorsprung wieder auf 10 Punkte dank seines vierten erfolgreichen Dreipunktewurf des Abends. Als dann auch Niklas Ney einen Dreier traf, war die Hoffnung wieder zurück (77-70). Shyron Ely führte das Comeback fort und verkürzte gar auf drei Punkte, bevor Cyrus Tate wieder auf 5 Punkte erhöhte. 2 Minuten vor Schluss glich dann Niklas Ney mit seinem zweiten Dreipunkteerfolg des Abends aus (79-79). Lacy mit einem Korbleger brachte Karlsruhe wieder in Führung bevor Jaleen Smith mit einem Dreipunktewurf die Academics in Führung brachte. Doch erneut hatte Lacy die passende Antwort und scorte per Korbleger zum 83-82 bei noch 38 zuspielenden Sekunden. 2 bittere Turnovers Heidelbergs sorgten schlussendlich für die Entscheidung.

Die MLP Academics Heidelberg konnten aufgrund eines starken letzten Viertels noch einmal ein Comeback starten, welches am Ende jedoch nicht belohnt wurde. Vor allem die Treffsicherheit Karlsruhes war 3 ½ Viertel lang beängstigend gut und ließ Heidelberg ins Hintertreffen geraten. Erst als Branislav Ignjatovic spät im Spiel umstellte und Niklas Ney neben Dan Oppland und Phillipp Heyden aufstellte, spielten die Academics konzentrierte Defense.

 

Für Heidelberg spielten: Schöpe (0 Punkte, 0 Rebounds, 0 Assists), Smith (19,1,2), Schmitt (4,5,3), Ely (15,6,5), Liyanage (2,0,0), Ney (16,8,0), Heyden (17,6,3), Oppland (7,6,2), Palm (2,0,0), Brunnenkant (0,0,0), Aichele (0,0,0)

Für Karlsruhe spielten: Ona Embo (7,1,1), Ross (7,5,2), Bukle (0,0,0), Lacy (24,2,4), Johnson (2,4,3), Bubalo (0,0,0), Kamdem (6,2,0), Parker (9,4,1), Nyama (10,6,1), Beck (16,0,1), Tate (4,2,0)

 

Stimme zum Spiel:

Branislav Ignjatovic:

Karlsruhe hat über weite Strecken der Partie sehr gut getroffen, was uns ins Hintertreffen gebracht hat. In der entscheidenden Phase waren wir dann nicht clever genug, um die richtigen Entscheidungen zu treffen. Mein Respekt geht an die Lions und Ivan Rudez, die heute eine gute Leistung gezeigt haben. Wir werden vor dem letzten Spiel hart arbeiten und versuchen gegen Hagen mit einem Erfolgserlebnis in die Playoffs zu starten.

Text: Yannik Barwig

Foto: Thomas Disqué