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7. Dezember 2018

Auswärtsstarke Rostocker zu Gast in Heidelberg

Bereits der 13. Spieltag der 2. BARMER Basketball Bundesliga steht auf dem Programm und damit begeben sich die Mannschaften auf den Enspurt vor der zweiwöchigen Pause nach Weihnachten. Der Tabellenfünfte, die MLP Academics Heidelberg, trifft auf den Tabellenneunten der Liga, die SEAWOLVES Rostock.

Die Heidelberger Mannschaft scheint endlich in der Saison angekommen zu sein. Die beiden Siege auswärts gegen die Kirchheim Knights und die Nürnberg Falcons sprechen für sich. Dabei war vor allem neben dem Ergebnis auch die Leistung der Academics sehr ansprechend und die richtige Reaktion auf die Heimniederlage gegen die White Wings Hanau. Während man anfangs der Saison noch Schwierigkeiten hatte, in die Partien zu finden, gelang es dem Team von Branislav Ignjatovic auf den Auswärtsreisen hellwach in die Spiele zu starten. In Stuttgart zeigte man nun jedoch Schwierigkeiten in der zweiten Halbzeit, die aber aufgrund des großen Vorsprung der ersten Halbzeit nicht zu schwer ins Gewicht fielen. In Nürnberg schaffte man es dagegen, nach der Halbzeit den berüchtigten Deckel auf die Partie zu setzen, in dem man auch das dritte Viertel dominierte. So konnten einige Leistungsträger wie Shyron Ely und Jaleen Smith frühzeitig den Court verlassen um den jüngeren Spielern verdiente Einsatzzeiten zu ermöglichen.

Die SEAWOLVES Rostock sind als Aufsteiger eine der Überraschungen der bisherigen Saison. Während man bei Heimspielen noch so seine Probleme hat (nur 1 Sieg aus 7 Spielen), legte man einen fantastischen Start bei Auswärtsspielen hin. So konnte man bislang alle fünf Spiele auf fremden Parkett für sich entscheiden. Woran dies liegen könnte, ist fraglich. Ein Ansatz wäre, dass man sich daheim an der Ostsee zu sehr unter Druck setzt. Dieser Druck liegt bei Auswärtsspielen vor allem für Aufsteiger in der Regel nicht vor. Durch das befreite Aufspielen der SEAWOLVES konnte man so unter anderem Kirchheim und die gut aufgelegten Ehinger besiegen.

Der serbische Trainer Milan Skobalj bringt einiges an Erfahrung mit. Der 55-jährige Headcoach war bereits in Serbien, Marokko, Dänemark und in der Ukraine tätig. Vor der Saison entschied er sich dann für den Wechsel an die Ostsee. Topspieler der Rostocker ist Neuzugang Tony Hicks aus den Vereinigten Staaten. Dort sammelte der 24-jährige Erfahrungen an einem der höchst gehandelten Colleges des Landes, in Louisville. Vergangene Saison entschied er sich, den Schritt nach Europa zu gehen und war in der ersten englischen Liga unterwegs. Mit 19,5 Punkten pro Spiel war Hicks der zweitbeste Korbschütze der Liga. Seine Verpflichtung deutete im Sommer bereits die hohen Ansprüche der Rostocker an. Mit Martin Bogdanov haben die Seawolves einen weiteren starken Aufbauspieler in ihren Reihen. Neben seinen Playmaking-Fähigkeiten trifft der 26-jährige Deutsche mit 40,8% viele seine Dreipunkteversuche. Ihm wenig Freiräume zu geben, wird eine wichtige Rolle für die Heidelberger sein.

Unter dem Korb werden die Heidelberger auf einige Missmatches treffen. Mit Dan Oppland und Phillipp Heyden sind die Academics ohnehin bestens aufgestellt. Zwar ist Rostock mit Oliver Clay und Tom Alte alles andere als schwach besetzt, jedoch kommen beide vor allem offensiv nicht an die Qualitäten von Heyden und Oppland heran. Hier gilt es für die Heidelberger aggressiv zu sein und die beiden Big Men mit Bällen zu füttern.

Heidelberg gegen Rostock, ein Duell zweier deutscher Großstädte, das nicht nur auf dem Parkett nach Action aussieht. Rostock ist auch auswärts für seine stimmungsvollen Fans bekannt. Hier gilt es auch für die Fans der MLP Academics Heidelberg, die Oberhand zu behalten. Eine leichte Partie gibt es in dieser Liga nicht, vor allem wenn der Gegner auswärts bisher alles gewonnen hat, was es zu gewinnen gab. Vor hoffentlich vielen Zuschauern im Olympiastützpunkt Heidelberg heißt es wie immer: Together we Play- Together we Win.

Spielbeginn: Sonntag, 09.12.2018, 17:00 Uhr. Spielort: Olympiastützpunkt Rhein-Neckar, Im Neuenheimer Feld 710, 69120 Heidelberg

Foto: Thomas Disqué