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4. November 2018

Auswärtssieg in Trier nach hartem Kampf

Die MLP Academics Heidelberg gewinnen auswärts bei den RÖMERSTROM Gladiators Trier am 8. Spieltag der 2. BARMER Baskeball Bundesliga mit 59-67.

Das Spiel wurde zunächst von den offensiven Aktionen der Gladiators bestimmt. Immer wieder versuchte man, Jermaine Bucknor durch klassische Pick n´Roll Situationen ins Spiel zu bekommen. Der gut aufgelegte Till Gloger wusste dabei gekonnt die Rebounds unter dem Korb zu verwerten. Die Academics suchten dabei immer wieder ihre Möglichkeiten aus dem Post heraus. Sowohl Dan Oppland als auch der von der Bank kommende Phillipp Heyden kamen immer wieder zu guten Gelegenheiten unter dem Korb. Niklas Würnzer hielt die Defense der Trierer in Bewegung und wusste dabei auch seine eigenen Korbleger zu verwerten. Beim Stand von 12:8 für Heidelberg folgte die erste Timeout der Gladiators. Ein schneller 7-0-Run der Römerstädter zwang wiederum Coach Branislav Ignjatovic zu seiner  ersten Auszeit, um seine Mannschaft wieder wachzurütteln. Durch zwei verwandelte Freiwürfe von Eric Palm konnte man das erste Viertel mit einem Punkt für sich entscheiden.

Das zweite Viertel begann mit sehr vielen Fouls. Bereits nach zweieinhalb Minuten hatten die Heidelberger die Teamfoulgrenze erreicht. Durch die intensive Verteidiung beider Seiten kam es zu sehr vielen Fehlwürfen und Turnovern. Kapitän Phillipp Heyden wusste nun das Spiel mit einigen sehr guten Aktionen, sowohl offensiv als auch defensiv, zu übernehmen. Doch häufige Ballverluste störten den offensiven Spielfluss enorm. Es ging somit in die Halbzeit beim Stand von 29-29.

Unter lautstarker Unterstützung der mitgereisten Heidelberger starteten die Heidelberger in Person von Shyron Ely die Halbzeit mit dem ersten erfolgreichen 3-Punktewurf des Abends. Weiter physisch gestalteten beide Mannschaften die Partie, worauf die Fans beider Lager nochmal leidenschaftlicher wurden. Die MLP Academics Heidelberg fanden in der Folge immer wieder unter Pfiffen des heimischen Publikums zu guten Abschlüssen und gingen nach einem erfolgreichen Jumper von Dan Oppland mit 7 Punkten in Führung (33-40). Eine Auszeit der Gladiators führte zu mehreren guten Abschlüssen, wodurch der Vorsprung auf sechs Punkte reduziert werden konnte

Vor knapp über 2800 Zuschauern, darunter etwa 20 mitgereiste Heidelberger, entwickelte sich in Trier nun ein wahrer Krimi. Einen Dunk von Trier konnte von zwei 3-Punktewürfen durch Eric Palm und Shyron Ely gekontert werden. In dem weiterhin sehr defensiven Duell ging es fortan um jeden Punkt. Vier Minuten vor Ende musste Jaleen Smith vom Feld, da er mit 5 Fouls ausgefoult war. Der Vorsprung schrumpfte immer weiter, Trier versuchte es mit Zügen zum Korb. Erfolgreich war dies beispielsweise 2:47 Minuten vor Schluss als Till Gloger zum Korb ging und mit einem Bonusfreiwurf belohnt wurde. Der Vorsprung betrug nun nur noch drei Punkte. Dan Oppland mit einem Drei-Punktespiel und Phillipp Heyden mit einem Jumper erhöhten 2 Minuten vor Spiel die Führung auf 8 Punkte. Gekontert wurde dies jedoch postwendend von einem erfolgreichen Distanzwurf des Kanadiers Jermaine Bucknor. 37,2 Sekunden vor dem Schluss nun ein Pass von Shyron Ely auf Kapitän Phillipp Heyden, der erneut souverän den Wurf verwandelte und damit den Vorsprung auf 7 Punkte ausbauen konnte. Die RÖMERSTROM Gladiators Trier versuchten den Rest des Spiels vergebens den Vorsprung mit Fouls zu verkürzen. Die Heidelberger blieben aber in der entscheidenen Phase von der Freiwurflinie fehlerfrei.

Die MLP Academics Heidelberg gewinnen damit das Spiel in Trier mit  59-67. Nach einem harten Kampf ist dies ein kleines bisschen Balsam auf die Seele der Heidelberger nach dem Ausscheiden im Frühjahr gegen die Gladiators.

Stimme zum Spiel:

Branislav Ignjatovic:

Beide Mannschaften kennen sich sehr gut aus den letzten Jahren, daher haben wir uns gegenseitig in der ersten Halbzeit nahezu neutralisiert. Die Defense war heute sehr gut. Wir haben Trier nur wenige leichte Körbe zugelassen. An der Offense müssen wir dagegen weiter arbeiten und ich hoffe sehr, dass wir die kommenden Wochen die Leistung weiter steigern können. Es war aber sehr wichtig endlich auch mal in Trier einen Erfolg einzufahren, nachdem wir die vergangenen fünf Spiele auswärts dort verloren haben.