7. Dezember 2012

An Boden verloren

Vorbildlich kämpften acht wackere MLP Academics am Donnerstagabend gegen RASTA Vechta und verloren am Ende doch mit 94:102. Vechta ging mit zwölf Akteuren in die Partie und hatte am Ende einfach die größeren Reserven – das muss man zugeben. Das letzte Viertel gewannen die Gastgeber mehr als deutlich mit 32:19. Bis auf das zweite Viertel (32:13) konnten die Academics keinen Abschnitt gewinnen.

Gegen Richard Williams und seine Rastaner standen die MLP Academics am Ende mit leeren Händen da (Foto: www.rasta-vechta.de).

Vor stattlichen 1750 Zuschauern im nagelneuen RASTA-Dome wussten bei den Niedersachsen in erster Linie Richard Williams (23 Punkte, 10 Assists) und Jacob Doerksen (23 Punkte) zu überzeugen. Gerade diese Akteure wollten die Academics so gut wie möglich kaltstellen; dass das nicht gelang, war wohl ein spielentscheidender Faktor. Ebenfalls war spielentscheidend, dass mit Devin White und Janis Heindel zwei besonders wichtige Spieler vorzeitig mit fünf Fouls das Spielfeld verlassen mussten. Einen etwas ärgerlichen Nachgeschmack gibt es aber doch: Noch in der 33. Minute war Heidelberg mit 83:73 in Front. Es gelang dann nicht ansatzweise, den Vorsprung zu verwalten. Stattdessen brachte Daniel Krause Vechta mit drei kurz hintereinander getroffenen Dreiern wieder zurück.

Schwuppdiwupp, die Academics sind auf Platz neun abgerutscht. Die Bilanz lautet 6:6 – der tolle Saisonstart ist dahin, vorbei und Geschichte. Befinden sich die Basketballer vom unteren Neckar in einer „Midseason crisis“? Oder geht es in absehbarer Zeit doch wieder aufwärts? Nach drei Niederlagen in Folge ist jedenfalls die Stimmung der Mannschaft sehr angespannt.

SC RASTA Vechta – MLP Academics Heidelberg: 102:94 (29:21, 13:32, 28:22, 32:19)

Vechta: Williams 23 (4 Dreier), Doerksen 23 (1), Krause 14 (4), Hassan 11 (2), Stückemann 10 (2), Fumey 9, Mädrich 7, Rudowitz 3, Jarchow 2, Adu, Ferguson – Fischer.

Heidelberg: Kuhn 19, Sargent 19 (5), Blackwood 13 (3), von Fintel 12 (4), Heindel 10, White 8, Rohde 8, Barth 5.

Erster Schiedsrichter: Nicolas Brendel (Düsseldorf). Schiedsrichter: Thomas Pohl (Alpen), Dennis Sirowi (Bremen). Zuschauer: 1750.

Weiter nach Cuxhaven

Letzte Saison konnte Paul Zipser (links) in Cuxhaven noch am Spiel teilnehmen. Dieses Mal wird er leider nur auf der Mannschaftsbank sitzen (Archivbild: Herbert).

Viel Zeit für Analysen, Reflektieren und Erholen bleibt den Academics nicht. Schon am Samstag sind sie schon wieder gefordert, diesmal bei den Cuxhaven BasCats. Gegen 22:30 Uhr verließ der Mannschaftsbus Vechta und machte sich auf den Weg in Richtung Meer. 167 Kilometer sind die beiden Nordlichter der Pro A voneinander entfernt. Am Freitag steht Vorbereitung auf das kommende Spiel am Samstag um 18 Uhr sowie ein Ausflug zum Strand an. „Ist doch ganz nett, die Nordsee mal im Winter zu erleben. Wir werden am Freitag ein bisschen Kraft tanken – aber fokussiert bleiben.“, sagt Manager Matthias Lautenschläger. Die BasCats gewannen bisher vier ihrer sechs Heimspiele. Einzig und allein gegen Essen (94:99) und Ehingen (87:95) zogen die „Meerkatzen“ den Kürzeren. Die Korbdifferenz in der eigenen Halle liegt allerdings bei +80… Für die Academics ist Aufpassen angesagt.

48 Stunden nach der doch schmerzlichen Niederlage in Vechta wieder voll da zu sein und anzugreifen – das ist die Herausforderung, die sich der Mannschaft stellt. Die Favoritenrolle liegt eindeutig bei Cuxhaven. Auf der anderen Seite würde sich die Stimmungslage nach einer weiteren Niederalge eintrüben. Wie bereits gesagt sind die verbleibenden beiden Partien gegen Kirchheim und in Jena Antonyme für „Spaziergang“. Auf geht’s – Konzentration zeigen, Fokus auf Cuxhaven richten und sich mit Lust und gespannter Vorfreude den Aufgaben stellen.

TOGETHER WE PLAY!

Cuxhaven BasCats – MLP Academics Heidelberg

Samstag, 8. Dezember, 18 Uhr

Rundturnhalle, Beethovenallee 19, 27474 Cuxhaven