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31. Oktober 2019

Academics unterliegen starken NINERS

Die NINERS Chemnitz gewinnen am 8. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga mit 90-78 gegen die MLP Academics Heidelberg

Die MLP Academics zeigten zu Beginn in der Offensive, dass man bei diesem Auswärtsspiel mit Geduld auftreten wollen würde. Immer wieder wurde der Ball zum besser positionierten Spieler gepasst, welcher zu Beginn oftmals Center Armin Trtovac war. Dieser sorgte nach den ersten fünf Minuten für einen Spielstand von 4:10. Dass die NINERS ein absolutes Top-Team der Liga ist, war jedoch unschwer zu erkennen. Headcoach Pastore setzte wie für gewöhnlich auf eine große Rotation und brachte früh neue Playmaker von der Bank, die in der Offensive zu besseren Abschlüssen kamen. So ging Chemnitz erstmals im Spiel in Führung und gewann das Viertel mit 20-17.

Einen Blitzstart ins zweite Viertel legten nun die NINERS hin, während die MLP Academics in wiederholenden Angriffen Ballverluste zu verzeichnen hatten. Beim Stand von 25-17 nahm Branislav Ignjatovic seine zweite Auszeit des Abends. Angespornt von über 3000 Zuschauern war der Heimvorteil der NINERS in der ganzen Halle spürbar. Für Heidelberg mussten die erfahrenen Akteure übernehmen in Person von Zamal Nixon und Niklas Würzner. Ein schneller Lauf verkürzte den Vorsprung der NINERS auf 28-26. Doch Chemnitz hatte die Kontrolle der Partie komplett gewonnen und zog erneut davon (37-26). Vor allem in der Defensive stellte Chemnitz die Academics vor große Probleme. Einfache Punkte gab es für Heidelberg nicht. Dementsprechend ging es mit einem 43-33 Rückstand in die Halbzeitpause.

Hatte sich ein Heidelberger Fan einen Fehlstart der NINERS in Halbzeit zwei gewünscht, so sahen sich diese leider getäuscht. Es gelang in der Offensive nicht, Shyron Ely ins Spiel zu bekommen. Lediglich zwei Punkte im ersten Viertel waren der Grund einer knallharten Verteidigung von Terrell Harris und Dominique Johnson. Der Vorsprung der NINERS steig weiter an und erreichte nach zwei erfolgreichen Freiwürfen von Terrell Harris bei 57-40 seinen vorläufigen Höhepunkt. Aufgeben wollten sie die Academics aber noch lange nicht, jedoch gelang an diesem Abend einfach offensiv nicht genug, um die NINERS in ernsthafte Bedrängnis zu bringen. Nach drei erfolgreichen Freiwürfen von Shyron Ely ging es beim Stand von 65-54 in die letzte Viertelpause.

Es war also eine der in dieser Saison nicht ungewöhnlichen Aufholjagden im letzten Viertel von Nöten, wenn man als Gewinner vom Feld gehen wollen würden. Doch Chemnitz war von der Dreipunktelinie in diesen Momenten nicht zu stoppen und hielt den Vorsprung so aufrecht. Immer wieder kam Heidelberg zwar auf unter 10 Punkte heran, jedoch nutzte Chemnitz dann immer wieder Unachtsamkeiten bei den Academics und sorgten durch Jonas Richter bei noch fünf zuspielenden Minuten für ein 78-65. In den letzten Momenten der Partie sollte es Heidelberg nicht mehr gelingen, ins Spiel zurück zukehren.

Insgesamt waren die MLP Academics Heidelberg am heutigen Abend in der Defensive zu unachtsam, um den Aufstiegsfavoriten aus Chemnitz ein Bein zu stellen. Unterstützt von über 3400 Zuschauern waren die NINERS die bessere Mannschaft an diesem Donnerstagabend und zeigten teilweise herausragendes Teamplay. Shyron Ely hatte einen schwierigen Stand am heutigen Abend. Harte Verteidigung und Wurfpech ließen den US-Amerikaner erstmals unter 10 Punkten in dieser Saison bleiben. Für die Academics waren es vor allem Niklas Würzner, Zamal Nixon und Armin Trtovac, die offensiv für Durchschlagskraft sorgten.

Branislav Ignjatovic:

Zunächst einmal möchte ich Coach Pastore und seiner Mannschaft gratulieren. Sie haben einen sehr guten Saisonstart gehabt und auch heute gezeigt, warum sie eine absolute Topmannschaft sind. Von der Bank haben wir heute zu viele Unsicherheiten gezeigt, weshalb die große Rotation von Chemnitz heute das Duell gewonnen hat. Wir haben immer wieder versucht zurück ins Spiel zu finden, haben aber einfach nicht unsere beste Leistung abrufen können.

Stats:

Heidelberg: Nixon (15 Punkte, 2 Rebounds, 4 Assists), Würzner (16,3,3), Schmitt (2,0,1), Ely (7,0,2), Liyanage (9,0,2), Teichmann (0,1,0), Trtovac (19,6,2), Jelks (4,2,0), Eberhard (4,3,1), Heyden (2,1,2)

Chemnitz: Carter (2,2,5), Harris (7,3,5), Ziegenhagen (10,0,2), Figge (6,1,2), Richter (21,0,4), Wimberg (15,2,3), Johnson (9,5,4), Elliott (6,5,2), Lodders (6,3,0)

Text: Yannik Barwig

Foto: Thomas Disqué