27. Januar 2014

Academics schlagen Leverkusen

Die MLP Academics Heidelberg haben einen wichtigen 86:73-Sieg gegen die Bayer Giants Leverkusen gelandet. Im heimischen OSP mussten die Fans lange warten, bis der Sieg in trockenen Tüchern war.

Guten Start hergeschenkt

spielverlauf
Spielverlauf

Die Partie starteten Anthony Hill und Götz Twiehoff mit je vier Punkten für ihre Teams. Die Academics zeigten sich in der Anfangsphase konzentriert und stabil in der Deckung, So konnten Michael Jost, erneut Hill und Janis Heindel per Dreier nach fünf Minuten einen ersten Run starten. Dieser war verbunden mit einer 11:4-Führung für Heidelberg. Die Academics ließen im weiteren Verlauf zwar sechs Minuten keine Leverkusener Punkte zu, verpassten es aber, weiter davonzuziehen. Dafür fanden Watson II, Sonnen und Kuczmann ihr Händchen von der Dreierlinie (zuvor 0/7 bei Leverkusen) und kamen auf fünf Punkte heran (18:13). Heidelberg verlor in dieser Phase den Rhythmus und ließ Leverkusen weiter aufholen, mit 20:17 für Heidelberg ging es in die erste Viertelpause.

Ausgeglichenes Dreier-Festival

Im zweiten Viertel gelang es den Academics nicht, sich wieder abzusetzen. Zwar schraubte Jay Threatt den Vorsprung zwischenzeitlich wieder auf sechs Punkte nach oben, doch die Giants blieben hartnäckig und konnten zwei Minuten vor der Halbzeit sogar in Führung gehen – Eggleston war mit einem Dreier erfolgreich (30:31). Shy Ely sorgte aber mit sechs Zählern in Folge wieder für einen Führungswechsel (36:33). Zur Pause lagen die Teams allerdings gleichauf, Goddek versenkte mit dem Ende der Shot-Clock einen verrückten Dreier zum 38:38-Pausenstand.Bezeichnend für die Leverkusener Spielweise: In der ersten Hälfte nahmen die Gäste 17 Würfe von jenseits der Dreierlinie, nur 14 aus der Nah- und Mitteldistanz.

Curth mit Initialzündung

Nach der Pause änderte sich am Spielverlauf nicht viel, die Teams blieben weiter gleichauf. Leverkusen war zunächst immer einen Tick vorne, erst Jost konnte die Führung nach etwas mehr als vier Minuten wieder auf die Seite der Academics holen (48:46). Es dauerte bis zum Buzzer, ehe wieder etwas berichtenswertes geschah. Eric Curth stellte den OSP mit einem Korb von kurz hinter der Mittellinie auf den Kopf. Dieser stellte gleichzeitig mit dem Viertelende den größten Abstand im dritten Abschnitt her (61:57). Es sollte eine Initialzündung sein.

Am Ende souverän

Denn Curth machte da weiter, wo er aufgehört hatte. Auch seine zwei nächsten Versuche vom Perimeter rauschten durch die Reuse. Michael Jost beschloss kurz darauf einen 13:0-Lauf der Heidelberger (74:59). Im Gegensatz zur Anfangsphase ließen sich die Academics diesen Vorsprung nicht mehr nehmen. Leverkusen bäumte sich zwar noch mal auf, aber Heidelberg spielte die letzten Spielminuten souverän herunter. Am Ende stand ein 86:73-Sieg auf der Tafel.

Damit holten sich die MLP Academics gegen einen stark kämpfenden Gegner den ersehnten ersten Sieg im Jahr 2014. Michael Jost war mit 18 Punkten bester Academics-Crack, seine eingesetzten Kollegen konnten sich allesamt in die Punkteliste eintragen. Vor allem Eric Curth verdiente sich mit seiner unerschrockenen und erfolgreichen Spielweise Bestnoten. Er brachte das Momentum in einem lange offenem Spiel endgültig auf die Heidelberger Seite. An Seite des sehr souverän regieführenden Kai Barth kam Curth immer wieder zu gut rausgespielten, freien Würfen, die er dann auch einnetzen konnte. Götz Twiehoff kam für seine Giants auf 20 Punkte.

Stats

MLP HD: Curth 9 Punkte, Ely 10, Threatt 17, Barth 2, Heindel 3, Jost 18, An. Hill 15, White 12 – Ad. Hill, Würzner (nicht eingesetzt)

LEV: Goddek 5, Legankovas 3, Twiehoff 20, Watson II 16, Sonnen 12, Eggleston 12, Kuczmann 5 – Behrmann, Welling (nicht eingesetzt)

 Heidelberg Leverkusen
 Points Jost 19   Wiehoff 20
 Assists Threatt 6   Sonnen, Eggleston Je 5
 Rebounds An. Hill 7 (2/5)   Eggleston 6 (1/5)
Blocked Shots White 2 Eggleston 1
Steals White  4 Sonnen  2
Längster Lauf 13:0 6:0