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5. März 2020

Academics möchten Leistung gegen Kirchheim bestätigen

Am 28. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga treffen die MLP Academics Heidelberg auf die Kirchheim Knights. Spielbeginn ist am Freitag den 06.03.2020 um 20:00 Uhr in Kirchheim.

Die Lehren aus Bremerhaven

Es war eines der besten Spiele der bisherigen Saison. Die MLP Academics sind nach Bremerhaven gefahren und hatten gegen die heimstarken Eisbären nicht viel zu verlieren. Die Buchmacher sahen Heidelberg als klaren Außenseiter, sahen sich jedoch getäuscht. 35 sehr gute Minuten der Academics waren zu viel für den Tabellenzweiten von der Nordsee.

Der Schlüssel zum Erfolg war die Verteidigung. Zum ersten Mal in der Saison konnte Bremerhaven nicht die 70 Punkte Marke erreichen. Der Hauptgrund dafür war hauptsächlich, dass man das gefährliche Fastbreak-Spiel der Eisbären neutralisierte. Aus dem normalen Setplay sah man dann, dass Bremerhaven Probleme mit der intensiven Verteidigung der Academics hatte. Symbolisch dafür war der Topscorer der Eisbären, Kasey Hill. Mit einer Wurfbilanz von 3-15 war der US-Amerikaner über weite Strecken aus der Partie genommen.

In der Offensive war es derweil die gute Ballbewegung, mit der Heidelberg immer wieder zu guten Abschlüssen kommen sollte. Hierbei täuscht die fragwürdige Assistsbeurteilung aus dem Spiel-Scouting, mit der Headcoach Branislav Ignjatovic sich bereits nach der Partie auf der Pressekonferenz sehr unzufrieden zeigte.

Insgesondere war es das Trio aus Phillipp Heyden, Zamal Nixon und DaVonté Lacy, welches mit 65 Punkten die Academics auf die Siegerstraße führte. Man sollte aber auch die Leistung anderer Spieler nicht vernachlässigen. So war es Niklas Würzner, der durch gute Rotationen in der Verteidigung auf sich aufmerksam machte. Gleiches gilt für Stephon Jelks, der eine gute Allrounder-Performance zeigte.

Personallage entspannt sich wieder

Es waren komplizierte Wochen für Branislav Ignjatovic. Oft hatte er im Training weniger als 10 Spieler zur Verfügung. In dieser Woche konnte er im Training zumeist mit einem vollen Spielerkader trainieren. Dr. Markus Weber von der Sportopädie Heidelberg gab am gestrigen Mittwoch auch die medizinische Freigabe für den angeschlagenen Armin Trtovac, der sich beim Heimsieg gegen die Bayer Giants Leverkusen eine Oberköperverletzung zuzog. Zwar ist nicht damit zu rechnen, dass Trtovac bereits eine große Rolle am Wochenende spielen wird, jedoch kann er mindestens für wertvolle Entlastung sorgen.

Leistung in Kirchheim bestätigen

Zu häufig in dieser Saison gab es Leistungsschwankungen bei den MLP Academics. Nach guten Spielen gab es leider immer wieder Rückfälle. Doch dieser Vorgang soll sich nun endgültig nicht mehr fortsetzen. Beim Gegner handelt es sich am Freitag gegen den Verein, der bei Branislav Ignjatovic für immer einen „Platz im Herzen“ hat. Von 2008 bis 2014 war Ignjatovic dort der Headcoach und schaffte gar den sportlichen Aufstieg, der aufgrund von der nicht ausreichenden Infrastruktur jedoch nicht wahrgenommen wurde.

Die Kirchheim Knights haben eine turbulente Saison hinter sich. Nach sieben Niederlagen aus den ersten acht Spielen sah nicht alles so gut in Kirchheim aus. Doch dass die Mannschaft eine hohe Qualität besitzt, sah man in den Folgewochen, als man unter anderem bei den MLP Academics einen wichtigen Auswärtssieg einfahren konnte. Man schaffte es sogar, wieder als Playoffaspirant gehandelt zu werden. Auf der Position des Headcoaches gab es ebenfalls eine Veränderung. Mittlerweile sitzt nicht mehr Mauricio Parra am Spielfeldrand, sondern der 32-jährige David Rösch.

Angeführt wird das Team vom Guard-Duo aus Jalan McCloud (16,3 Punkte pro Spiel) und DaJuan Grad (11,5). Die beiden US-Amerikaner sind das Herz des Kirchheimer Spiels. Beide Spieler schaffen es immer wieder, Mitspieler in Szene zu setzen und selbst zum Abschluss zu kommen. Für Heidelberg muss es die höchste Priorität sein, diese beiden Spieler von der ersten Sekunde an zu kontrollieren.

Unter den Körben ist Kirchheim mit Keith Rendleman Jr. (8,8) und Andreas Kronhardt (9,8) sehr physisch aufgestellt. Beide Routiniers wissen, wie sie sich Rebounds schnappen können und wie man zum Abschluss kommt. Es wird kein leichtes Matchup für Kapitän Phillipp Heyden, der in Bremerhaven seine wohl beste Saisonleistung zeigte (20 Punkte, 11 Rebounds).

Livestream auf airtango.live

Wie gewohnt überträgt airtango.live die Partie am Freitag ab 20:00 Uhr live. Dazu können die Zuschauer über die Social Media Kanäle der MLP Academics auf dem Laufenden gehalten werden.

Text: Yannik Barwig

Foto: Thomas Disqué