30. September 2021

Academics gelingt die Überraschung im Derby

Die MLP Academics Heidelberg gewinnen unerwartet ihr erstes Heimspiel im neuen Zuhause gegen hoch favorisierte Ludwigsburger und können nach zwei Spielen bereits ihren zweiten Sieg verbuchen. Dass Coach Frenkie nur auf eine kleine Rotation von 7 Mann zurückgreifen konnte, ließen sich die Heidelberger über große Teile des Spiels kaum anmerken und überzeugten mit guter Defensivarbeit, Kampfgeist und unbedingtem Siegeswillen.  

Die MLP Academics begannen das Spiel mit der identischen Starting 5 wie auch in Weißenfels und schickten Chapman, Würzner, Ely, Ugrai und Geist aufs Parkett. Wie bereits im Vorfeld berichtet wurde, stand fest, dass Lowery und Martin für diese Partie nicht zur Verfügung stehen würden und durch die weiterhin verletzten Heidelberger Spieler insgesamt nur sieben Mann zum Derby antreten. Den ersten Akzent im ersten Heimspiel in der Bundesliga setzte Maximilian Ugrai, der mit dem ersten Heidelberger Ballbesitz direkt drei Punkte erzielte und sein Team in Führung brachte.

Eindrucksvolles erstes Viertel

Heidelberg’s Nr. 1 Brekkott Chapman Foto: Thomas Disqué

Vor allem die ersten 10 Minuten gehen fast ausschließlich an das Heimteam, dem trotz der Umstände keine Nervosität anzumerken war. Nach 2 Spielminuten gingen die Ludwigsburger durch einen erfolgreichen Dreier von Tremmell Darden mit einem Punkt in Führung (5-6), mussten diese aber durch weitere drei Punkte von Ugrai wieder abgeben und liefen von diesem Zeitpunkt aus der Heidelberger Führung hinterher.

Auch Niklas Würzner konnte sich im ersten Viertel beweisen und seine ersten Punkte vor heimischer Kulisse erzielen. Insgesamt konnte das Team von Coach John Patrick in den ersten zehn Minuten nicht auf das zurückgreifen, was vor allem in der letzten Saison so beeindruckend funktionierte.

Die starke Anfangsphase der Heidelberger mit vier Steals führte zu einer eindeutigen 20:11 Führung für die Academics.

Die Riesen kommen langsam in Fahrt

Sieg dank starker Teamleistung Foto: Andreas Gieser

Das zweite Viertel begannen die MLP Academics ebenso konzentriert wie sie das Erste beendeten. So war es zwischenzeitlich eine elf Punkte Führung für den Aufsteiger (26:15), die durch sich langsam findende Ludwigsburger nach einem 8:0 Lauf wieder auf 26:23 verringert wurde. Vor allem zu diesem Zeitpunkt schien der Korb auf beiden Seiten von jenseits der Dreierlinie wie vernagelt, so gelang es weder Jordan Geist auf der einen und Jordan Hulls auf der anderen Seite in zahlreichen Versuchen Punkte von dort zu erzielen.

Nach mehreren erfolgreichen Abschlüssen der Heidelberger konnte Hulls die letzten Punkte vor der Halbzeit mit einem Korbleger erzielen und stellte auf 39:33.

Führungswechsel bahnt sich nach der Halbzeit an

Nach der Pause versuchten die Riesen aus Ludwigsburg mit aller Macht die Führung zurückzuerlangen und es gelang ihnen der Ausgleich zum 46:46, vier Minuten vor Ende des dritten Viertels. Bereits jetzt befürchteten einige Fans ein Schwinden der Kräfte aufgrund der kleinen Rotation, doch fanden die Academics jedes Mal eine Antwort auf die Punkte des Gästeteams. Vor allem von der Freiwurflinie konnten die Heidelberger dank Geist sicher punkten und so ging das Heimteam mit einer Führung von vier Punkten ins letzte Viertel (54:50).

Albert Kuppe Foto: Andreas Gieser

Die Sensation wird greifbar

Niklas Würzner baute die Führung seines Teams mit dem ersten Ballbesitz durch einen erfolgreichen Dreier auf sieben Punkte aus, Albert Kuppe erhöhte die Führung durch einen sehenswerten Korbleger auf neun Punkte. Somit machte sich im SNP Dome beim heimischen Publikum doch die Hoffnung auf eine Überraschung bemerkbar. Beflügelt durch die Fans und Zuschauer hielten die MLP Academics mit ihren letzten Reserven dem Druck der Ludwigsburger stand, die mit allen Mitteln versuchten, den Heidelbergern ihren Heim- und Derbysieg streitig zu machen. Doch fielen die Dreier auf Seiten der Riesen nicht, weshalb nach Ablauf der Spielzeit ein 73:67 Heimsieg der MLP Academics Heidelberg feststand.

Erster Heimsieg Foto: Andreas Gieser

Beim ersten Heimsieg im SNP Dome standen aufgrund der vielen Ausfälle des Heimteams vier Heidelberger Spieler über 30 Minuten, drei davon sogar über 35 Minuten auf dem Parkett. Am längsten gefordert war Shyron Ely, der insgesamt 38:35 Minuten spielte. Dieser steuerte außerdem 17 Punkte und somit die zweitmeisten im Team bei. Heidelberger Topscorer mit 23 Punkten war Jordan Geist, der nur 4 von 15 Würfen (27%) aus dem Feld traf, jedoch mit 12 Treffern (100%) von der Freiwurflinie überzeugen konnte. Topscorer der Gäste war Jordan Hulls mit 17 Punkten.

Die Punkte: Geist (23), Ely (17), Ugrai (11), Würzner (9), Chapman (8), Heyden (3), Kuppe (2)