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20. Januar 2019

Academics finden zurück in die Spur

Die MLP Academics Heidelberg gewinnen am 19. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga gegen die TIGERS Tübingen. Präsentiert wurde der Spieltag von Pfitzenmeier.

Mit Sebastian Schmitt für den angeschlagenen Niklas Würzner starteten die MLP Academics Heidelberg in die Partie gegen die TIGERS Tübingen, die unter der Woche den Trainer wechselten. Unter der Leitung von Georg Kämpf zeigten sich die Schwaben engagiert und hielten zu Beginn sehr gut gegen die Heidelberger mit. Beim Stand von 12-14 gab es die erste Auszeit der Partie. Branislav Ignjatovic konnte vor allem mit der defensiven Intensität nicht zufrieden sein. Die von der Bank kommenden Würzner und Ney spielten sehr gut und brachten die Heidelberger durch einige gute Spielzüge mit 24-15 in Führung nach dem ersten Viertel.

Den besseren Start ins zweite Viertel hatten die Tigers. Enosch Wolf erzielte schnelle 5 Punkte, um sein Team wieder in Schlagdistanz zu bekommen. Ein Dreipunkteerfolg von Niklas Würzner stellte den alten Vorsprung wieder her. Insgesamt dominierten jedoch die Defensiven beider Mannschaften das Viertel. Wenige Räume führten zu einigen gezwungenen Abschlüssen und Ballverlusten. Enosch Wolf und Reed Timmer hielten die Schwaben im Spiel. Sowohl am Korb als auch jenseits der Dreipunktelinie waren beide erfolgreich. Nach zwei verfehlten Freiwürfen des sonst treffsicheren Shyron Ely ging es mit 39-36 in die Halbzeitpause.

Mit dem Start in die zweite Halbzeit konnte Headcoach Branislav Ignjatovic sehr zufrieden sein. Couragierte Verteidigungsarbeit führte zu leichten Punkten im Fastbreak. Den schnellen 10-2 Lauf mussten die Tübinger mit einer Auszeit kontern. Tübingen hielt nun wieder besser dagegen und kam in Person von Enosch Wolf ein ums andere Mal zum Erfolg. Vom Gefühl her waren die Academics zwar in Kontrolle, jedoch fehlte der letzte Punch, um die Partie frühzeitig in die richtige Richtung zu lenken. Mit dem von der Bank kommenden Niklas Ney wurde der Vorsprung aber wieder größer. Dazu nahmen sich die Tübinger selbst etwas aus der Partie. Ein unsportliches- sowie ein technisches Foul ließen den Vorsprung auf 15 Punkte anwachsen. Aufgeben wollten sich die Tübinger aber lange noch nicht und verkürzten- unterstützt von ihren zahlreich mitgereisten Fans – zum Viertelende auf 67-54.

Angeführt von Enosch Wolf gelang es den Tigers abermals, den Vorsprung zu verkürzen und das Spiel eng zu gestalten. Tyler Laser traf nun auch seinen Wurf und Branislav Ignjatovic musste beim Stand von 70-63 eine Auszeit nehmen. Es sollten zwei verworfene Freiwürfe von Elijah Allen sein, die Heidelberg aufweckten. Phillipp Heyden und Dan Oppland sorgten mit 7 schnellen Punkten für die Vorentscheidung. Zwar war der Wille der Schwaben noch nicht gebrochen, jedoch erhöhten die Heidelberger das Tempo und zogen, angeführt von Jaleen Smith, endgültig auf und davon

Letztendlich gewinnen die MLP Academics Heidelberg verdient mit 88-73 gegen die TIGERS Tübingen. Vor allem die ausgeglichene Leistung mit 6 Spielern im zweistelligen Punktebereich sorgten für den nächsten Heimerfolg.

Stimme zum Spiel:

Branislav Ignjatovic:

Es gibt keine leichten Gegner in dieser Liga. Tübingen ist ein unangenehmer Gegner, den man nicht unterschätzen darf. Wir haben verdient gewonnen, müssen uns aber weiter entwickeln. Wir hatten wieder einige schwächere Phasen, die wir einfach unterbinden müssen. Es war wichtig, dass Eric Palm heute wieder spielen konnte. Er hat Shy und Jaleen entlasten können und eine gute Leistung abgerufen. Man darf nicht vergessen, dass er seit Anfang Dezember nicht dabei war. Enosch Wolf hat heute bei Tübingen sehr gut gespielt, jedoch müssen wir da als Team besser verteidigen. Gegen Hamburg wird es sehr schwierig, sie haben viele Zuschauer und leben von dem Heimvorteil. Wir werden gut trainieren müssen, um eine Chance zu haben.

Stats:

Für Heidelberg spielten. Würzner (11 Punkte, 2 Rebounds, 5 Assists), Smith (16,5,4), Schmitt (2,1,4), Ely (17,5,2), Liyanage (2,0,0), Ney (10,4,0), Heyden (10,4,2), Oppland (16,8,0), Palm (2,0,0), Schöpe (2,0,0),

Für Tübingen spielten: Djurasovic (0,0,0), Bekteshi (6,3,1), Wolf (23,10,2), Laser (12,2,6), Timmer (14,1,3), Grabauskas (10,5,0), Allen (5,3,1), Harper (3,7,0), Nadjfeji (0,0,0), Brennan (0,0,0)

Foto: Thomas Disqué

Text: Yannik Barwig