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7. November 2017

„Wir woll(t)en mit unserem Protest einen Denkanstoß geben“

Die MLP Academics Heidelberg legten, trotz vermeintlicher Aussichtslosigkeit, vor zweieinhalb Wochen Protest gegen die Wertung des Spiels gegen die Hamburg Towers ein. Dieser wurde abgelehnt – und ist dennoch nicht unnütz gewesen, sagt Manager Matthias Lautenschläger.

Die Szene des Spiels, welche auch nach Spielende noch für Aufregung sorgt ereignete sich in Spielminute acht: Gästecoach Hamed Attarbashi wechselte während des Gastspiels seiner Hamburg Towers in Jonathon Williams einen weiteren, den insgesamt vierten internationalen Akteur ein. Laut den Durchführungsbestimmungen der ProA ist der zeitgleiche Ausländereinsatz von vier Importspielern jedoch nicht erlaubt. Weder das Schiedsrichter-Trio um Crew-Chief Nicolai Bohn, noch Kommissar Jochen Böhmker bemerkten den Wechselfehler bevor die Partie fortgesetzt wurde. Als Headcoach Frenki Ignjatovic und seine Assistant Coaches das Kampfgericht und Böhmker kurz darauf auf diese Tatsache aufmerksam machten, stand der Kommissar zwar auf – Bohn und seine Kollegen übersahen dies jedoch. Das Spiel wurde folglich nicht unterbrochen und Hamburg daran gehindert, einen Dreipunktwurf einzunetzen.

Foto: Frenki Ignjatovic versteht die Welt nicht mehr. Dass trotz der Feststellung des unrechtmäßigen Einsatzes weitergespielt wurde, ärgert den 51-Jährigen maßlos. Foto: Alfred Gerold.

In der Folge gab es zwar ein technisches Foul gegen die Bank der Towers – und den entsprechenden Freiwurf – doch die Strafe ist, ob des entstandenen Schadens (3 Punkte) nicht gerecht. Auch deshalb legten die MLP Academics Protest gegen die Wertung des Spiels ein. Wohl wissend, dass eine mögliche Spielwiederholung unwahrscheinlich sei. Dieser Protest wurde von Seiten der Liga abgewiesen. „Wir wollten und wollen mit dem Protest vor allem einen Denkanstoß geben, da die bisherige Regel, unserer Meinung nach, nicht als fair anzusehen ist. Den Nutzen, welchen Hamburg durch den Einsatz des vierten Importspielers gezogen hat, ist bedeutend größer als die Strafe, die sie erhalten haben. Wir regen deshalb eine Neuregelung dieser Situation(en) an“, sagt Manager Matthias Lautenschläger.