„Wir wollen mit den MLP Academics in die neue Halle“

„Auch wir sind der Heidelberger Basketball“. Heute: Teil 14. Das Nissan Autohaus und Stephan Müller im Portrait.

Seit vielen Jahren sieht man sie: die kleinen weißen und etwas größeren schwarzen Autos der MLP Academics – sowohl der Coaching-Stab als auch jeder einzelne Spieler verfügt über eines dieser Autos. Hinter alldem steckt das Nissan Autohaus Peter Müller im Heidelberger Süden (Hatschekstraße 19).

Schicke Autos! Sechs Fahrzeuge der MLP Academics-Fahrzeugflotte vor dem Autohaus. Foto: Matthias Lautenschläger

Der Familienbetrieb ist vielfach ausgezeichnet und lebt von der Leidenschaft und dem Knowhow der Mitarbeiter. „Aufgrund unserer Räumlichkeiten sind wir personell etwas eingeschränkt und sind deshalb nur vier Verkäufer zuzüglich der zwei bis drei weiteren Verantwortlichen. Doch wir leben unseren Beruf“, betont Stephan Müller. Der 47-jährige Geschäftsführer ist gemeinsam mit seiner sieben Jahre jüngeren Schwester im elterlichen Betrieb aufgewachsen und hat, wahrscheinlich nicht nur deshalb, Benzin und Motorsport im Blut. „Meine Eltern haben in den 70er Jahren eine Autowerkstatt und eine Tankstelle betrieben, haben sieben Tage die Woche gearbeitet. Dadurch haben meine Schwester und ich dort viele Stunden und Tage verbracht. Das war eine harte Zeit, aber auch der Grundstein für heute“, sagt er. Müller fuhr selbst in der Formel BMW und der ADAC Junior-Serie – gemeinsam mit späteren Größen wie Ralf Schumacher oder Christian Abt.

Doch seine Sportleidenschaft bezieht sich nicht nur auf den Motorsport – auch der Ball- und Mannschaftssport hat es Müller angetan: „Wir unterstützen seit vielen Jahren den USC beziehungsweise die MLP Academics Heidelberg, und seit einiger Zeit auch die TSG Hoffenheim und den SV Sandhausen“, sagt er. Basketball sei jedoch die größte Priorität. Den in diesen Sportarten so wichtigen Teamspirit hat Müller innerhalb seines Betriebes eingepflanzt. Das Autohaus ist deutschlandweit hervorragend vernetzt und vielfach ausgezeichnet: Nissan, immerhin (anhand des Börsenwertes) drittgrößter Autobauer der Welt, zeichnet jährlich anhand von Kundenevaluierungen und Feedbacks die besten Verkaufshäuser aus; Stephan Müller und sein Team wurden jedoch nicht nur einmal ausgezeichnet: gleich fünffach gab es die Auszeichnung (2007, 2012, 2013, 2015 und 2016).

Doch damit ist der Betrieb noch nicht an seinem Maximum angelangt – man will weiter wachsen. „Wir wollen in diesem Jahr den Grundstein dafür legen, um 2018 weitere Investitionen tätigen zu können“, sagt Müller. Eine neue Immobilie, ein neuer Showroom und mehr Platz sollen her, das Arbeitsklima aber erhalten werden. „Es klingt wahrscheinlich eher wie ein Klischee, aber ich bin tatsächlich sehr harmoniebedürftig. Wir sind ein eingespieltes Team – und die Auszeichnung sprechen auch für sich. Das macht großen Spaß“, betont der gelernte KFZ-Betriebswirt.

Viel Freude macht ihm auch das Verfolgen der Spiele im OSP. Basketball fasziniert ihn generell – die vergangene Partie gegen die RheinStars begeisterte Müller zudem: „Diese Partie war der Wahnsinn. Diese Aufholjagd! Hätte ich nach dem dritten Viertel wetten müssen, hätte ich wohl alles verloren. Aber diese Mannschaft steckt einfach nie auf“, sagt er. Müller ist ein leidenschaftlich bei der Sache – im Sport wie auch im Betrieb und brennt dabei nicht nur für die Sache an sich, sondern versprüht die Begeisterung auch an andere. Er ist ein Multiplikator. Und freut sich auf die neue Halle. „Wir wollen gemeinsam mit den MLP Academics in die neue Halle einziehen – und dort dann auch wieder Erstliga-Basketball miterleben. Das ist eine gute Sache, und wir freuen uns sehr darauf“, sagt er.

Die Aussage ist bezeichnend: Wir! Müller denkt ganzheitlich, nimmt seine Schwester Nicole und das ganze Team mit – ist mehr als solide aufgestellt und ist innovativ. Kurzum: Ein Partner wie man ihn sich nur wünschen kann.

Lukas Robert