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6. August 2017

Feinschliff vor dem College-Kracher

Vor dem Aufeinandertreffen der BASKETBALL AID All-STARS mit den Iowa Hawkeyes gibt es noch einige Informationen: Zum Ticketverkauf, der Gastmannschaft und den noch nicht vorgestellten Spielern des „Heimteams“.

Die Basketball AID International Tour

Noch zweimal schlafen, dann ist Dienstag. Dann beginnt die BASKETBALL AID International Tour 2017 mit Stops in Deutschland, der Schweiz und Italien. Das einzige Spiel auf deutschem Grund findet bekanntermaßen in Heidelberg, im Olympiastützpunkt statt. Die MLP Academics sind Co-Ausrichter der Partie, welche zwischen den BASKETBALL AID All-Stars und den Iowa Hawkeyes ausgetragen wird. Sämtliche Einnahmen des Spiels – inklusive der Versteigerung eines signierten Nationaltrikots von Maik Zirbes in der Halbzeitpause – werden für einen guten Zweck verwendet. Das Kommen lohnt sich also gleich doppelt: Zum einen können die Zuschauer eines der renommiertesten College-Teams der USA live erleben zum anderen kann mit dem Eintrittsgeld etwas Gutes bewirkt werden. Die Kosten belaufen sich dabei auf 8,00 Euro pro Erwachsener und 4,00 Euro pro Ermäßigtem. Tip-Off ist um 20:00 Uhr, die Abendkasse öffnet, wie immer, eine Stunde früher.

Hawkeyes – wer ist das?

Viel wurde drüber gesprochen, Zeit einmal die Iowa Hawkeyes genauer zu beleuchten. Die Geschichte der Basketball-Abteilung der University of Iowa geht zurück bis ins Jahr 1902 – und ist seit jeher Teil der Big Ten Conference der NCAA, die älteste und gleichzeitig wohl beste Conference der gesamten Liga. Erfolge gab es für das Team zuhauf: 25 Mal (zuletzt 2016) spielte man im berühmten NCAA-Turnier mit – für welches sich Jahr für Jahr 1281 Colleges qualifizieren wollen. 1955, ´56 und ´80 kam man ins Final Four, 1956 wurde man sogar Vize-Meister. Achtmal gelang es die Big Ten Conference zu gewinnen. In den letzten Jahren hat man das Niveau, eines der besten Colleges des Landes zu sein, halten können. Der große Wurf blieb aber aus. Die Fans in der Carver-Hawkeye Arena stört dies aber wenig – 15.400 kommen regelmäßig zu den Spielen.

Peter Jok (Bildmitte) war in den vergangenen Jahren einer der herausbereits ragenden Spieler in Iowa. Nun beginnt er seine Profi-Karriere. Für Iowa markierte der Sudanese mehr als 1.500 Punkte und 400 Rebounds. Foto: BBAID / University of Iowa.

Die aktuelle Leistungsträger sind, nach dem Abgang von Topscorer Peter Jok gen NBA Summer League, Tyler Cook und Jordan Bohannon. Beide Akteure scorten in der vergangenen Saison zweistellig (12.3 beziehungsweise 10.9 Punkte). Der in Frankfurt geborene Dominique „Dom“ Uhl kommt auf 3.5 Punkte und 3.2 Rebounds. Ein kleinen Highlight-Appetizer gibt es hier. Trainiert wird das Team von Fran McCaffery.

Veljacic, Tomasevic, Zeeb und Jahn komplettieren den Kader

Bis auf vier Personalien ist das Roster des Heimteams, der All-STARS bereits bekannt. Das ausstehende Quartett wird untenstehend noch einmal genauer vorgestellt. Insgesamt setzt sich das Team wie folgt zusammen:

  • Point Guards: Mauro Veljacic, Radi Tomasevic
  • Shooting Guards: Garai Zeeb, Sebastian Herrera Kratzborn
  • Small Forwards: Albert Kuppe, Lukas Wank
  • Power Forwards: Richard Freudenberg, Alexandar Nadfeji
  • Center: Robert Oehle, Tobias Jahn

Radivoj Tomasevic ist eine lebende Legende – 39 Jahre alt und nicht müde zu kriegen. Obwohl seine körperlichen Voraussetzungen in den letzten Jahren nicht besser wurden, performte er stets stark. Zuletzt sieben Jahre für die Kirchheim Knights (unter Frenki Ignjatovic), und in den vergangenen zwei Jahren dann noch für das TEAM EHINGEN URSPRING. Tomasevic sorgte für Entlastung von der Bank, markierte durchschnittlich 4.8 Punkte und war ein überaus geschätzter Fan-Liebling. Im Frühjahr beendete „Radi“ dann seine Karriere – und die ProA verneigte sich vor einem großen Sportler. Die Finger kann er dennoch nicht vom orangenen Leder lassen. Aktuell macht er im Urspringinternat eine Trainerausbildung.

Mauro Veljacic ist dagegen ein in Deutschland eher unbeschriebenes Blatt. Der 24-jährige Kroate hält sich aktuell in Baden-Württemberg auf und wird am Dienstag ebenfalls für den guten Zweck im OSP auflaufen. In seiner bisherigen Karriere spielte er in seiner kroatischen Heimat, genauer gesagt für KK Kvarner 2010 aus Rijeka. Für diese kam er in der Saison 16/17 durchschnittlich auf 17.2 Punkte, 5.6 Assists und 3.7 Rebounds.

Garai Zeeb ist, wie auch Veljacic, ebenfalls ein junger Guard – allerdings in Deutschland bestens bekannt. Der 20-Jährige steht seit zwei Jahren in Diensten der FRAPORT SKYLINERS – und überzeugte vor allem im ProB- und NBBL-Team der Hessen. Sogar so sehr, dass er im April diesen Jahres seinen Vertrag vorzeitig bis 2019 verlängerte. Das Nordlicht, Zeeb kommt aus Bremerhaven, machte in der vergangenen BBL-Saison 6 Spiele. Der Durchbruch gelang ihm noch nicht – für die zweite Mannschaft überzeugte Zeeb aber mit durchschnittlich 10.2 Punkten, 3.9 Assists und 1.8 Rebounds pro Partie.

Auch Tobias Jahn steht in der kommenden Spielzeit in Frankfurt unter Vertrag. Vornehmlich jedoch für genau dieses ProB-Team. Ein ungewöhnlicher Schritt, denn Jahn (31) ist im besten Alter.

Doch er denkt weiter, will Basketball und Beruf unter einen Hut bringen und dennoch abliefern. Dass er dies kann, bewies er in der vergangenen ProA-Saison in Ehingen. Dort spielte Jahn eine der besten Spielzeiten seiner Karriere und wurde zurecht im Januar zum ProA-Spieler des Monats gewählt.

 

Lukas Robert