7 Spielminuten kosten die Chance auf den Sieg

Die MLP Academics haben ihr Heimspiel gegen rent4office Nürnberg 83-91 verloren. Gegen den fränkischen Favoriten war am Ende eine Schwächephase im dritten Viertel spielentscheidend.

Vor 840 gut gelaunten Zuschauern gingen die MLP Academics gegen die Gäste aus Nürnberg ins Big-Point-Game im Kampf um die Playoffs. Doch während die Gäste aus ihrer Favoritenstellung bereits in den ersten 60 Sekunden der Partie Nachdruck verliehen und einen 5-2-Start hinlegten, starteten die Heidelberger etwas verhalten. Dies änderte sich aber, als Hrvoje Kovacevic das Heft des Handelns in die Hand nahm: Sechs Punkte erzielte der Kroate selbst, zwei weitere legte er via Assist für Kollege Trent Wiedeman auf, sodass die MLP Academics erstmals die Führung übernahmen (8-5, 4.). Das von bissiger Defense geprägte Anfangsviertel entwickelte sich dann jedoch wieder wie es angefangen hatte – rent4office setzte die Akzente, Heidelberg konnte nur reagieren. Demzufolge führten die Franken nach einem Korberfolg von Dorian Green mit Ablauf der Zeit 20-19 zum Viertelende.

Auch im zweiten Spielabschnitt blieb die Partie weiterhin vorerst eng. Doch ab Spielminute 13 legten die Hausherren einen 11-0-Lauf auf das Parkett des heimischen OSP. Nach einem Korberfolg von Dylan Talley (24-26, 13.) zogen die MLP Academics das Tempo an – und drehten folgerichtig das Ergebnis. Zwei Korberfolge von Niklas Würzner sowie jeweils ein Korberfolg von Bryan Smithson, Devin White und Kovacevic brachten die Kurpfälzer 35-26 in Front (15.). Doch genauso schnell wie sich die Heidelberger die Führung erarbeitet hatten, schenkten sie diese auch wieder her. Bis zum Ende der ersten Halbzeit hatten die Nürnberger die Führung wieder inne (39-40).

Bruch im dritten Viertel

Während sich die Nürnberger also mit einem positiven Lauf in die Halbzeit verabschiedeten, hofften die MLP Academics durch die 15-minütige Ruhepause auf die Wende. Vergebens. Kristian Kuhn brachte im ersten Angriff des dritten Viertels zwar die MLP Academics 41-40 in Front – es sollte jedoch die letzte Heidelberger Führung sein. Angeführt von Point Guard Darius Theus übernahmen vor allem die deutschen Leistungsträger im Kader der Franken Verantwortung. Mauricio Marin, Kevin Bright, Michael Fleischmann sowie der bereits angesprochene Theus drehten die Partie erneut und deutlich (47-61, 26.). Da sich die MLP Academics aber weder jetzt noch in den letzten zehn Minuten aufgaben, blieb das Spiel intensiv und umkämpft. Trotz der überragenden Nürnberger Leistung im dritten Spielabschnitt (16-27) stand der Sieg endgültig erst kurz vor Schluss fest – denn besonders Niklas Würzner und Max Rockmann wollten sich mit der sich abzeichnenden Niederlage nicht abfinden. Beide kämpften leidenschaftlich und warfen alles in die Waagschale, um das Unmögliche doch noch möglich zu machen. Diese guten individuellen Leistungen (Rockmann 15 Punkte / 5 Rebounds, Würzner 10 / 4 Assists) spiegelten sich jedoch nicht mehr entscheidend im Ergebnis wider, sodass rent4office letztlich einen verdienten 91-83-Sieg einfuhr, welcher sich aufgrund einer mannschaftlichen Geschlossenheit nicht nur im Reboundverhalten, sondern generell auf dem Boxscore abzulesen ist.

Die MLP Academics haben am kommenden Samstag erneut die Chance, einen Big-Point-Sieg einzufahren. Im Gastspiel bei den Gladiators Trier wird jedoch eine konstante Leistung über 40 Minuten notwendig sein, um den Sieg und den direkten Vergleich zu entführen. Zudem sei bereits jetzt auf die Fanfahrt am 14. Februar hingewiesen: Die Faninitiative wird personen- und lautstark nach Leverkusen fahren, um einen weiteren Sieg und zwei wichtige Punkte mit den MLP Academics zu feiern. Interessierte können sich unter www.mlp-academics-heidelberg.de/fancorner/auswartsfahrten melden.

Frenki Ignjatovic: „Erst einmal Glückwunsch zum Sieg an Ralph und seine Nürnberger. Wir haben das Spiel leider schon am Ende des zweiten Viertels verloren, als wir bei +7 viele Bälle hergeschenkt haben. Dennoch bin ich froh, dass wir eine solche Mannschaft haben, die auch bei großem Rückstand weiter kämpft. Wir haben immer gesagt, dass wir low-scoring-games brauchen, um zu gewinnen. Heute machen wir 83 Punkte und verlieren dennoch. Cliff Tucker war sicherlich auf Seiten der Nürnberger mit 18 Punkten maßgeblich, sie sind meiner Meinung nach ein absolutes Top-Team“

Ralph Junge: „Ich bin froh, dass wir dieses Spiel heute gewonnen haben – das dritte Viertel war da sicherlich spielentscheidend. Doch auch als wir die Führung hatten, ist Heidelberg mit einigen guten Würfen immer noch im Spiel geblieben. Hier in Heidelberg habt ihr ein tolles Team mit tollem Charakter – umso höher ist unser Sieg einzuschätzen.“

Für Heidelberg spielten: Max Rockmann 15 Punkte, Hrvoje Kovacevic 14, Devin White 12, Albert Kuppe 11, Niklas Würzner 10, Bryan Smithson 9 / 7 Assists, Trent Wiedeman 8, Kristian Kuhn 4 und Moritz Nägele.

Für Nürnberg spielten: Clifton Tucker 18 Punkte, Dan Oppland 16, Darius Theus 12, Mauricio Marin 11, Kevin Bright 9, Erik Land 8, Michael Fleischmann 4, Dylan Talley 4, Robert Oehle 2 und Mario Blessing 2.

Lukas Robert

 

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