Science City zeigt MLP Academics die Grenzen auf

Die MLP Academics haben ihr Auswärtsspiel bei Science City Jena deutlich verloren. Gegen den Aufstiegsaspiranten waren die Heidelberger letztlich über 40 Minuten chancenlos, eine Überraschung unmöglich.

2450 Zuschauer waren am Sonntagabend zur zweiten Hälfte des Doppelspieltages in die Jenaer Sparkassen-Arena gekommen – nach der Auswärtsniederlage im Topspiel gegen Vechta am vergangenen Freitag wollten sie eine Reaktion ihrer Mannschaft sehen. Und diese bekamen sie. Science City Jena begann temporeich, ließ den Ball rotieren, verteidigte intensiv und traf (meistens freie) Würfe. Bereits in den ersten vier Spielminuten machten sie klar, wer der Herr im Haus und wer der Außenseiter war. Mit einem 15-0-Lauf stellten die Jenaer früh die Weichen auf Heimerfolg. Die MLP Academics dribbelten sich mehrfach fest, kamen nur zu äußerst schwierigen Würfen – und lagen auch in dieser Höhe bereits zum Viertelende hoch zurück (28-15, 10.).

Auch im zweiten Spielabschnitt änderte sich am Spielverlauf äußerst wenig. Jena drückte, Jena traf, Jena spielte überlegen. Heidelberg versuchte zwar viel, gelingen wollte an diesem Tag aber wenig. Aus diesem Grund war auch der Halbzeitstand von 53-29 nur eine logische Konsequenz – und die Niederlage der MLP Academics quasi schon beschlossene Sache.

Erst nach der Halbzeitpause gelang es den Kurpfälzer Gästen, die Kreise der Hausherren etwas einzukreisen. Doch die teilweise überzeugende Defensivarbeit sorgte auf der anderen Seite des Parketts nicht für die nötige Energie, um nachhaltig einen entscheidenden Stich zu setzen. Bryan Smithsons, Max Rockmanns und Devin Whites Korberfolge brachten zwar den Viertelsieg (21-13), doch die Heidelberger nicht mehr ins Spiel zurück. Nach einem eigenen 10-0-Lauf gegen Viertelende hatten die MLP Academics die Chance, auf elf Punkte zu verkürzen. Doch der Freiwurf zum möglichen Dreipunktspiel Smithsons resultierte nicht in einem engen vierten Viertel, sondern in einfachen Fastbreak-Punkten Jenas. Wayne Bernard tippte den Ball mit dem Ertönen der Sirene in den Ring und brach den endgültig den Siegeswillen der Kurpfälzer.

Im vierten Viertel beschlossen beide Mannschaften dann, dass nach einem anstrengenden Wochenende und dem ohnehin bereits feststehenden Sieger gleich mehrere Gänge zurückgeschaltet wurde. Frenki Ignjatovic verschaffte so zumindest den sonst eher mit wenig Parkettzeit versehenen Moritz Nägele und Lasse Steinort einige Spielminuten. Sicherlich einer der wenig positiven Aspekte des heutigen Spiels. Nach der 78-59-Niederlage bleibt der Blick nach vorne, denn die Gegner auf Augenhöhe der MLP Academics befinden sich in anderen Gefilden. In der kommenden Woche gastieren die ETB Wohnbau Baskets Essen im Heidelberger Olympiastützpunkt – mit sicherlich auf Wiedergutmachung brennenden Spielern. Was dabei herauskommen kann, haben die Heidelberger heute am eigenen Leib erfahren und wollen genau dieses Szenario gegen Essen umdrehen.

Matthias Lautenschläger: „Erstmal herzlichen Glückwunsch. Kann man nicht anders sagen als verdienter Sieg. Wir können froh sein, dass es am Ende unter 20 Punkten sind. Jena hat eine tolle Mannschaft, sie verdienen den Aufstieg. Viel Erfolg für die Playoffs,“

Björn Harmsen: „Danke für die Glückwünsche. Wir hatten einige schwierige Situation. Wir waren am Samstag erst um 6.30 daheim. Am Ende sind wir tiefer besetzt, hatten einen Vorteil, wollten viel Druck machen. Wollten Heidelberg nach zwei Verlängerungen am Freitag müde machen. “

Für Heidelberg spielten: Max Rockmann 15 Punkte, Devin White 11, Hrvoje Kovacevic 10, Bryan Smithson 9, Trent Wiedeman 7, Niklas Würzner 5, Moritz Nägele 2, Kristian Kuhn, Albert Kuppe und Lasse Steinort.

Für Jena spielten: Julius Wolf 18 Punkte, Lars Wendt 17, Immanuel McElroy 17, Oliver Clay 8, Wayne Bernard 6, Ermen Reyes-Napoles 6, Guido Grünheid 4, Georg Voigtmann 2, Triantafyllos Tzakopoulos, Richard Reitschel und Darian Cardenas Ruda

Lukas Robert

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